WBW WohnBauWirtschaft Fachinformationen für Techniker der Baugenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Hausbau, Hausverwaltung, Bauunternehmen, Industrie und Handwerk
WBW WohnBauWirtschaft Fachinformationen für Techniker der Baugenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Hausbau, Hausverwaltung, Bauunternehmen, Industrie und Handwerk

Die Redaktion der Fachzeitschrift WOHNBAUWIRTSCHAFT (WBW) ist unabhängig in ihrer Berichterstattung und Darstellung, wird weder gesponsert noch finanziert von Wirtschaftsunternehmen, Immobilienunternehmen, Finanzdienstleistern, Verbänden, Vereinen, politischen Partein oder ähnlichen Finanzgebern. Deshalb lesen Sie am Ende jedes Beitrages die namentlich bekannte Quelle der Meldung bzw. bei Fachbeiträgen den Namen des Autors. Für deren Inhalt und Aussage, zugeordneten Fotos, haften allein die genannte Quelle bzw. der genannte Fotograf.

Die Seitenzuordnung, Reihenfolge und Umfang der veröffentlichten Meldungen und Beiträge und fachlichen Aussagen stellen rechtlich keine Wertung dar. Für in den Meldungen genannte Termine, Verlinkungen und Hinweise haftet allein die genannte Quelle.

Von der Redaktion werden in keiner Weise, technisch oder schriftlich, Daten der Leser gespeichert oder an Dritte weitergereicht. Weitere Informationen siehe "Impressum".

 

Zahl der Baugenehmigungen: Alarmglocken müssen schrillen!

Der Bau tritt auf der Stelle: „Keine Spur von der Wohnraum-Offensive der Bundesregierung.“ – Mit deutlichen Worten kommentiert der Bundes-Vize der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Dietmar Schäfers, die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Baugenehmigungszahlen. Demnach sind im Jahr 2018 bundesweit 0,2 Prozent weniger Wohnungsbaumaßnahmen genehmigt worden als im Vorjahr – nämlich rund 347.000 Wohnungen. Davon knapp 303.000 in neu errichteten Wohngebäuden.

 

„Die Zahlen sprechen für sich: Die GroKo muss nachlegen. Sie ist im vergangenen Jahr mit dem Ziel gestartet, dass 1,5 Millionen Wohnungen bis 2021 neu gebaut werden“, sagt Schäfers. Davon sei die Bundesregierung jedoch weit entfernt. „Dazu kommt noch, dass genehmigte Wohnungen noch längst keine gebauten Wohnungen sind. Oft werden Baugenehmigungen für Grundstücke beantragt, um deren Potential aufzuzeigen und damit gleichzeitig den Marktpreis nach oben zu treiben“.

 

Finanzielle Anreize dringend notwendig.

Besonders enttäuschend seien die Zahlen der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (- 1 Prozent) und Zweifamilienhäuser (- 6,5 Prozent). „Dass es hier trotz des von der GroKo eingeführten Baukindergeldes solche Rückgänge gegeben hat, sollte der Bundesregierung zu denken geben“, sagt Dietmar Schäfers. Die IG BAU bedauere, dass der weit überwiegende Teil vom Baukindergeld in den Kauf bestehender Wohnungen fließe und damit kein neuer Wohnraum geschaffen werde.

Die Bundesregierung habe offensichtlich noch nicht verstanden, was Wohnungsmangel und explodierende Mieten für die Menschen bedeuteten. „Das Wohnen in Deutschland ist längst zu einer der zentralen sozialen Fragen geworden. Im Wohnungsmangel steckt sozialer Sprengstoff. Er ist längst zum politischen Dauerproblem und für die Menschen zum Dauerleiden geworden“, so Schäfers.

Gerade das bezahlbare Wohnen und der soziale Wohnungsbau blieben auf der Strecke. Hier müsse die Bundesregierung dringend mehr tun. „Im sozialen Wohnungsbau wird nur rund ein Drittel von dem neu gebaut, was jährlich vom Markt verschwindet. Insgesamt haben wir bei den Sozialwohnungen eine dramatische Entwicklung: 2002 gab es 2,2 Millionen Sozialwohnungen – heute sind es nur noch rund 1,2 Millionen“, so Schäfers.

Allein für den Bau von mindestens 80.000 Sozialwohnungen pro Jahr müssten Bund und Länder ihre Förderung auf mindestens 4 Milliarden Euro jährlich erhöhen. Für den Bau von 60.000 bezahlbaren Mietwohnungen seien mindestens 2 Milliarden Euro pro Jahr an Fördermitteln notwendig, fordert der Bundes-Vize der IG BAU.

 

Die Destatis-Zahlen der Baugenehmigungen müssten im Bauministerium und im Kanzleramt „alle Alarmglocken schrillen lassen“. Notwendig sei jetzt ein Sofortmaßnahmenpaket mit dauerhaft besseren finanziellen Anreizen – hier insbesondere der Erhöhung der AfA von 2 auf 3 Prozent- und einem deutlich schlankeren Baurecht. Ebenso fordert die IG BAU eine Beschleunigung bei den Genehmigungsverfahren. Dies wiederum erfordere jedoch auch zusätzliches Personal in den Bauämtern.

 

Verlässliche Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau notwendig.

Vor allem sind verlässliche und wirksame Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau notwendig – und das für die kommenden zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre. Der Bau ist nicht per Knopfdruck einfach ein- und auszuschalten. Und er darf deshalb auch nicht wie ein politisches Saisongeschäft behandelt werden.

Quelle: IG BAU; www.igbau.de

Neuerungen der Kommunalrichtlinie 2019 jetzt auch im Förder.Navi

Das Förder.Navi, bewährtes Online-Tool der EnergieAgentur.NRW, kann jetzt auch Kommunalrichtlinie! Änderungen der Förderkulisse, die sich aus der Kommunalrichtlinie 2019 ergeben, wurden inzwischen eingearbeitet. Mithilfe des Förder.Navi lassen sich die passenden Fördermöglichkeiten zu Klimaschutz-Maßnahmen mit wenigen Klicks ermitteln und aktuelle, zuverlässige Informationen darüber finden.

Mit dem 1. Januar 2019 ist die novellierte Kommunalrichtlinie in Kraft getreten. Grundsätzlich bleibt die Kommunalrichtlinie ein wichtiger Baustein für die kommunale Klimaschutzarbeit. Neu sind die Fokusberatung, eine Art Startberatung, sowie die Förderung von Energie- und Umweltmanagementsystemen. Außerdem wurde die bisher gesonderte Förderrichtlinie zu kommunalen Netzwerken in die Kommunalrichtlinie integriert. „Eine besonders bemerkenswerte Änderung gibt es beim bewährten Klimaschutzmanagement: Die Förderung der Personalstelle des Klimaschutzmanagers beginnt jetzt bereits zeitgleich mit der Konzepterstellung“, das betont Sabine Jellinghaus, Beraterin der EnergieAgentur.NRW für das Thema Energieeffizienz und Klimaschutz in den Kommunen.

Das Förder.Navi erleichtert dem Nutzer die Navigation durch die Richtlinie und verschafft ihm einen übersichtlichen und schnellen Zugang zu den gesuchten Informationen. Dafür wurden die verschiedenen Themenbereiche der Kommunalrichtlinie so aufgeteilt und aufbereitet, dass die Fördergegenstände wie beispielsweise Energiemanagementsysteme oder kommunale Netzwerke einzeln genauer beleuchtet werden. Das Förder.Navi informiert zu jedem Fördergegenstand über antragsberechtige Einrichtungen, über Zielsetzung, förderfähige Ausgaben, die Förderhöhe sowie Kumulierbarkeit, den Bewilligungszeitraum und Fristen. Es nennt zudem Ansprechpartner und Weblinks zu Beratungsstellen, Informationsblättern und zur Richtlinie.

Hier geht es zum Förder.Navi: http://www.energieagentur.nrw/foerdernavi

Quelle: Energieagentur NRW

VBI fordert Beibehaltung des gültigen AGB-Rechts.

Der Verband Beratender Ingenieure VBI setzt sich für den Erhalt der gültigen AGB-rechtlichen Regelungen ein. „Das deutsche AGB-Recht hat sich bewährt und schützt gerade kleine und mittlere Unternehmen, zu denen unsere Mitgliedsbüros gehören, vor unfairen und undurchschaubaren Vertragsbedingungen“, erklärt VBI-Präsident Jörg Thiele.

 

Als Mitglied der Initiative Pro AGB-Recht tritt der VBI entschieden den erneuten Bestrebungen aus Großindustrie und internationalen Anwaltskanzleien entgegen, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei vertraglichen Vereinbarungen zwischen Unternehmen der AGB-rechtlichen Prüfung zu entziehen. Die guten Gründe für die Beibehaltung des gültigen AGB-Rechts haben Mitglieder der Initiative Pro AGB Vertretern des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz am 21. Januar bei einer Anhörung erläutert.

 

2012 war es der Initiative pro AGB-Recht gelungen, einen ersten Vorstoß aus Großindustrie und internationalen Anwaltskanzleien zur Aufweichung des deutschen AGB-Rechts zuungunsten des Mittelstandes aufzuhalten. Jetzt wollen die Mitglieder des Verbändebündnisses, das inzwischen neben dem VBI 36 weitere Verbände zählt, erneut verhindern, dass die gültigen Regelungen abgeschafft werden. Der VBI will insbesondere verhindern, dass nach Wegfall des gültigen AGB-Rechts große Unternehmen kleinere Auftragnehmer, wie z. B. Ingenieurbüros, übervorteilen.

 

Die rund 2.000 Mitglieder des Verbandes Beratender Ingenieure VBI beschäftigen in ihren Ingenieurunternehmen rund 40.000 Mitarbeiter. Sie sind als unabhängige Planer, Berater und Prüfer auf allen Gebieten der Bauwirtschaft und des technisch-wirtschaftlichen Consulting weltweit tätig.

Quelle: VBI, https://www.vbi.de

Grundlagen und Planungshilfen für die Gebäudeautomation: Überarbeitungen der Richtlinienreihe VDI 3814 erschienen.

 

Die Richtlinienreihe VDI 3814 „Gebäudeautomation“ wird derzeit vollständig überarbeitet. Ziel ist es, die bisher getrennten Planungsansätze der Anlagenautomation nach VDI 3814 mit denen der Raumautomation nach VDI 3813 zusammenzuführen. Weite Teile der bisherigen VDI 3814 konnten in die DIN EN ISO 16484 überführt werden. Die neue VDI 3814 beschreibt wieder der aktuelle Stand der Technik in Planung und Ausführung von Gebäudeautomation.

 

Unter Gebäudeautomation werden dabei alle Maßnahmen, Einrichtungen, Prozesse, Software und Dienstleistungen zur automatischen Steuerung und Regelung, Überwachung, Optimierung und Bedienung sowie für das Management zum zielsetzungsgerechten Betrieb der technischen Gebäudeausrüstung verstanden. Gebäudeautomation ist damit das zentrale Werkzeug zum energieeffizienten und sicheren Betrieb der Gebäude selbst.

 

Die überarbeitete Fassung der Richtlinie VDI 3814 Blatt 1 stellt die Grundlagen der Gebäudeautomation in kompakter Form dar und erläutert Begriffe sowie die Themen der einzelnen Blätter der Richtlinienreihe.

 

In der Richtlinie VDI 3814 Blatt 2.1 werden Planungshilfen zur Beschreibung der Bauaufgabe im Rahmen der Bedarfsplanung gegeben. Ergebnis der Planung nach VDI 3814 Blatt 2.1 ist ein Lastenheft für die Gebäudeautomation.

 

VDI 3814 Blatt 2.2 beschreibt den Planungsprozess für die Gebäudeautomation mit Schwerpunkt auf die Aspekte der Systemintegration und der Schnittstellen zwischen einzelnen Teilen der Gebäudeautomation. Neue Hinweise zur IT-Sicherheit sind integriert.

 

VDI 3814 Blatt 3.1 stellt wesentliche Grundfunktionen der Gebäudeautomation als Funktionsblöcke in Katalogform dar. Diese eindeutige Beschreibung ist an die bisherigen Funktionsblöcke der Raumautomation nach VDI 3813 angelehnt.

 

Die Richtlinie VDI 3814 Blatt 4.1 stellt Arbeitsmittel und Methoden dar, mit denen eine vollständige und eindeutige Beschreibung von Adressierungssystemen und Komponentenlisten für die Gebäudeautomation in unterschiedlichen Planungsphasen umgesetzt werden kann.

 

Herausgeber der Richtlinienreihe VDI 3814 „Gebäudeautomation“, ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG). Die Richtlinien Blatt 1 (EUR 87,90), Blatt 2.1 (EUR 99,80), Blatt 2.2 (EUR 94,50), Blatt 3.1 (EUR 185,50) und Blatt 4.1 (EUR 119,20) sind ab Januar 2019 als Weißdrucke beim Beuth Verlag (Telefon +49 30 2601-2260) erhältlich. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil bei allen VDI-Richtlinien. Weitere Informationen unter www.vdi.de/3814 oder www.beuth.de. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

 

Fachlicher Ansprechpartner im VDI: Dipl.-Ing. Simon Jäckel

VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG); Telefon: +49 211 6214-535

E-Mail: gbg@vdi.de

Sie haben einen Adblocker installiert. Diese Web App kann nur mit einem deaktivierten Adblocker korrekt angezeigt und konfiguriert werden.