WBW WohnBauWirtschaft Fachinformationen für Techniker der Baugenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Hausbau, Hausverwaltung, Bauunternehmen, Industrie und Handwerk
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HbbTV veröffentlicht Version 2019-1 der HbbTV Conformance Test Suite.

Die HbbTV Association, eine weltweite Initiative zur Förderung eines offenen Standards für die Verbreitung interaktiver TV-Dienste über Rundfunk- und Breitbandnetze für Smart-TVs und Set-Top-Boxen, hat eine neue Version der HbbTV Conformance Test Suite veröffentlicht.

Die neue Version heißt v2019-1; sie ist die erste große Veröffentlichung der Test Suite im Jahr 2019 und die erste, die die Features rund um UHD (Ultra HD) und NGA (Next Generation Audio) abdeckt, die in der neuesten Version der Spezifikation (HbbTV 2.0.2) enthalten sind. Im Einzelnen umfasst der Release neue Tests für AC-4, MPEG-H und HFR. Auch Tests für die eigenständige HbbTV-OpApp-Spezifikation sind integriert; insgesamt umfasst das Release 2.274 Tests. Das entspricht einer Steigerung um 128 Tests im Vergleich mit der vorherigen Version v2018-3 der Test Suite.

"Die Veröffentlichung der neuen Version der HbbTV Conformance Test Suite unterstreicht unser Bestreben, Geräteherstellern ein effektives, laufend aktualisiertes Werkzeug zur Verfügung zu stellen, um die Konformität ihrer Produkte mit den aktuellsten HbbTV-Spezifikationen und neuesten Funktionen zu überprüfen. Wir sind davon überzeugt, dass dies ihnen dabei helfen wird, schnell und reibungslos konforme Produkte in die Haushalte zu bringen, so dass die Verbraucher die vielfältigen Dienste der Rundfunkanstalten und Plattformbetreiber in vollem Umfang nutzen können", sagte Vincent Grivet, Vorsitzender der HbbTV Association.

Die HbbTV Conformance Test Suite steht allen Interessenten über die registrierten HbbTV-Testzentren zur Verfügung. Mitglieder haben die Möglichkeit, einen Zugang in ihren eigenen Räumlichkeiten einzurichten.

Weitere Informationen zur Test Suite v2019-1 stehen auf http://www.hbbtv.org/ bereit.

Quelle:  HbbTV Association/ Thomas Fuchs

Kommunen digitale Handlungsmöglichkeiten erhalten – Regionale Nutzung von 5G ermöglichen.

 „5G wird angesichts des Fortgangs der Digitalisierung, zunehmend mobiler Internetnutzung und beständig wachsender Datenmengen zum Schlüssel für eine nachhaltig leistungsfähige Konnektivität“, sind sich der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) und die Landesgruppe Nord des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) nach ihrem gemeinsamen Workshop zum neuen Mobilfunk- und Steuerungsstandard am 03. April2019 in Lübeck einig. „Kommunen müssen dabei die Möglichkeit haben, selbst über ihre Zukunft bestimmen zu können und dürfen ihrer digitalen Handlungsoptionen nicht beraubt werden.“ 5G bietet nach Auffassung der beiden Verbände gerade, jedoch keinesfalls nur in Bereichen wie Smart City, intelligente Verkehrssteuerung, Steuerung kritischer Infrastrukturen und Assisted Ambient Living Potenziale für Städte, Gemeinden und Landkreise.

 

 „Vor diesem Hintergrund müssen regionale 5G-Nutzungen zwingend ermöglicht werden“, so BUGLAS und VKU. „Der auch politisch gewünschte möglichst rasche und flächendeckende Ausbau des neuen Mobilfunk-Standards kann nur dann gelingen, wenn möglichst viele Marktakteure beteiligt werden. Gerade Stadtwerke, kommunale Unternehmen und Institutionen sowie City Carrier bringen hier mit ihren bereits engmaschig ausgerollten Glasfasernetzen und ihren Kompetenzen unverzichtbare Voraussetzungen mit. Der bereits zweite gemeinsame 5G-Workshop der beiden Verbände beleuchtete den aktuellen Status der Frequenzvergabe, technische Anforderungen und Möglichkeiten ebenso wie Anwendungsfelder und Erfahrungen, die die Branche aus dem bereits realisierten Ausbau von öffentlichen WLAN-Netzen für den 5G-Rollout nutzen kann.

 

 Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein und Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, erläuterte in seinem Eröffnungsvortrag die ein Glasfaser-Infrastrukturziel beinhaltende Digitalstrategie des nördlichsten deutschen Bundeslandes. Schleswig-Holstein sei als „Wiege des Betreibermodells“ für den Glasfaserausbau bis mindestens in die Gebäude aufgrund seiner sehr guten Glasfaserinfrastruktur prädestiniert dafür, 5G-Modellregion zu werden. Die Landesregierung werde sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Frequenzen für regionale 5G-Nutzungen vergeben werden.

 

 Den aktuellen Sach- und Entscheidungsstand zur Vergabe des für lokale 5G-Nutzungen vorgesehenen Frequenzbandes 3,7 bis 3,8 GHz erläuterte Thomas Heutmann, Leiter des zuständigen Referates 226 der Bundesnetzagentur. Im zweiten Halbjahr 2019 würden hier in einem ersten Schritt auf Antrag Frequenzen für Industrie, zusammenhängende Gewerbegebiete und die Landwirtschaft vergeben. Das Antragsverfahren solle dabei „schlank“ gehalten werden, nach einer Evaluierung des ersten Schrittes könnten darüberhinausgehende Frequenznutzungen möglich werden.

 

 Christian Zieske, Projektmanager bei der atene KOM, zeigte in seiner Präsentation auf, dass die mobile Datennutzung mit jeder Mobilfunkgeneration exponentielle zunimmt. 5G ermögliche vielfältige neue Anwendungsfelder im Spannungsfeld von hohen Datenraten, niedrigster Latenz und hoher Energieeffizienz. Kommunen sollten für 5G geeignete, vorhandene Infrastrukturen identifizieren und mögliche Sender-Standorte kartografieren. So könne die zwingend notwendige Verdichtung der Mobilfunkzellen mit einem Maximum an Effizienz vorangetrieben werden.

 

Warum 5G ein „gewaltiger Technologiesprung“ ist, verdeutlichte im Anschluss Rainer Liebhart, Head of 5G Solution Architecture bei NOKIA. Der neue Mobilfunkstandard liefere hinsichtlich capacity (Bandbreiten größer 10 Gigabit pro Sekunde), latency (kleiner eine Millisekunde), reliability (zero interruption) und connectivity (Sensoren und ähnliche Geräte mit mindestens zehn Jahren Batterie-Laufzeit) ein neues Level der Konnektivität. In Bezug auf Anwendungen seien Produktionsautomatisierung, autonomes Fahren, höchstauflösende Video-Applikationen und „massive IOT“ die Treiber.

 

 Den Weg von der (flächendeckenden) Glasfaser zu 5G beschrieb anschließend Bernd Thielk, Geschäftsführer der willy.tel GmbH aus Hamburg. Sein Unternehmen hat in einer beispielhaften Partnerschaft mit der Stadtwerke Norderstedt-Tochter wilhelm.tel in der Metropolregion Hamburg auf der Basis eines eigenen, über 2000 Kilometer langen Glasfasernetzes mit mehreren Tausend Antennen über ein hochleistungsfähiges öffentliches WLAN „Gigabit on Air“ gebracht. Thielk zeigte sich überzeugt, dass die nationalen Mobilfunkanbieter beim 5G-Rollout leistungsfähige Kooperationspartner vor Ort brauchen. Dafür seien regionale Glasfaseranbieter prädestiniert.

 

 Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten die mehr als 40 Teilnehmer mögliche Anwendungsfelder für regionale 5G-Nutzungen, so beispielsweise das Management von Logistikeinrichtungen wie Häfen, die Steuerung kritischer Infrastrukturen und von Verkehrssystemen sowie auch das im Zuge des demographischen Wandels immer wichtiger werdende Assistent Ambient Living sowie über Geschäftsmodelle, die sich daraus für kommunale Unternehmen und Institutionen ableiten lassen.

 

 „Der 5G-Rollout ist eine zentrale Infrastrukturaufgabe, um Deutschland wettbewerbsfähig zu halten und die Potenziale der Digitalisierung auszuschöpfen. Wenn diese Aufgabe in endlicher Zeit erfolgreich erledigt werden soll, müssen die kommunalen Unternehmen und lokal/regional aktive Glasfasernetzbetreiber ihren wesentlichen und unverzichtbaren Beitrag leisten können,“ sind BUGLAS und VKU überzeugt. Die beiden Verbände werden daher auch weiterhin bei Regulierungsbehörde und Politik für regionale 5G-Frequenznutzungen werben.

Quelle: Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) http://www.buglas.de/