WohnBauWirtschaft WBW Fachmagazin Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Energie, Baustoffe, Bautechnik, Hausbau, Umwelt, Fassade, Dach, Breitband, Software, TGA, IT
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PŸUR und Mein Wohnen Holding weiten Zusammenarbeit aus

Durch einen neu geschlossenen Vertrag zur Versorgung von Liegenschaften der Mein Wohnen Holding GmbH & Co. KG, kann die Tele Columbus Gruppe ihre Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen aus Wachtendonk deutlich ausweiten. Mit der Übernahme der Signalversorgung werden 90 Prozent der neu angebundenen Wohneinheiten über ihren Kabelanschluss künftig schnelles Internet und Telefondienste von PΫUR beziehen können.

Die Vereinbarung zwischen der Tele Columbus Gruppe und Mein Wohnen sieht die Übernahme der Signalversorgung für insgesamt 1.372 Wohneinheiten vor. Im Rahmen der Signalübernahme werden sieben Kilometer Tiefbau geleistet, um sämtliche Liegenschaften direkt an das TV- und Internetsignal von PΫUR anzubinden. Im Ergebnis werden die neuen Wohneinheiten über ihren Kabelanschluss sämtliche Produkte des Berliner Netzbetreibers in Anspruch nehmen können. Dazu zählen ein breites Angebot an TV-Programmen, inklusive Premium-TV in HD, Kombitarife, mit denen sich Leistungen wie TV, Internet und Telefon bündeln lassen, sowie attraktive Einzeltarife für Internetbandbreiten von 20 bis 400 Mbit/s.

Die neu durch PΫUR versorgten Liegenschaften der Mein Wohnen Holding liegen in Staßfurt, Oschersleben, Wanzleben, Eisleben, Gröningen, Plößnitz, Braschwitz, Halle, Leipzig, Dresden und Gera. Die Übernahme der Signalversorgung durch PΫUR ist für den 1. Oktober 2019 vorgesehen. Weiterhin enthält die Vereinbarung eine Verlängerung von bestehenden Signalversorgungen der Mein Wohnen Holding für 411 Wohneinheiten in Halle, Straßfurt, Leipzig und Chemnitz.

Quelle: PYUR

 

Gigabit-Internet auf dem Weg zu jedem Bürger

Der Ausbau der deutschen Breitbandnetze auf Gigabitgeschwindigkeiten (1.000 MBit/s) hat zum Ende des Jahres die Schwelle von 10 Millionen Internetanschlüssen überschritten. Davon sind 7,3 Millionen Anschlüsse über glasfaserbasierte Kabelnetze buchbar.

Highspeed-Internet ist die Voraussetzung dafür, dass die Bürger in allen Lebensbereichen von der Digitalisierung profitieren können. Es ermöglicht z.B. moderne Home Office-Lösungen für flexibleres Arbeiten, Echtzeit-Anwendungen im Bereich der Telemedizin und Entertainment-Dienste der nächsten Generation. Mit Geschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde lässt sich beispielsweise ein HD-Film mit einer Dateigröße von 8 Gigabyte in nur einer Minute herunterladen.

Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.: „Bei Gigabit-Internet sind unsere Netzbetreiber die klaren Marktführer. Sie investieren beständig in den Gigabitausbau – sowohl durch die Aufrüstung ihrer glasfaserbasierten Kabelnetze mit weiteren Glasfaserstrecken als auch mit komplett neuen Glasfasernetzen bis ins Haus. So können in den nächsten Jahren viele Haushalte und zahlreiche Unternehmen von Gigabit-Bandbreiten profitieren. Damit leisten unsere Mitglieder den größten Beitrag, um das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel „Gigabit bis 2025“ zu erreichen.“

Die von der ANGA vertretenen Kabel- und Glasfasernetzbetreiber planen, bis 2025 drei von vier Haushalten mit Gigabit-Anschlüssen zu versorgen. Hinzu kommt der Anschluss hunderter Gewerbegebiete und Schulen. Entscheidend für das Tempo sind aber auch die regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Zur Beschleunigung des Ausbaus brauchen wir insbesondere Augenmaß bei der Zugangsregulierung, eine bessere Akzeptanz für alternative Verlegemethoden und effizientere Genehmigungsverfahren“, so Braun abschließend.

Quelle: ANGA https://www.anga.de

VB und HbbTV veröffentlichen DASH-Validierungstool zur vereinfachten Konformitätsprüfung von Inhalten. Die HbbTV Association, eine weltweite Initiative zur Förderung eines offenen Standards für die Verbreitung von Rundfunk- und Breitband-Diensten über Smart-TVs und Set-Top-Boxen, hat gemeinsam mit DVB, einem Industrie-Konsortium, das offene interoperable technische Spezifikationen für die Bereitstellung digitaler Medien- und Rundfunkdienste entwickelt, ein DASH-Validierungstool herausgebracht.

Das neu entwickelte Tool führt Prüfungen der ISO/IEC 23009-1 MPEG-DASH Media Presentation Descriptions (MPDs) und von Teilbereichen durch, um die Einhaltung der DASH-bezogenen Spezifikationen von DVB und HbbTV sicherzustellen.

"Wir freuen uns über die Veröffentlichung des DASH-Validierungstools, das Anwendungsentwicklern und Inhalteanbietern dabei helfen wird, die Konformität ihrer Dienste mit den HbbTV/DVB-DASH-Profilen zu überprüfen und attraktive hybride Dienste bereitzustellen, die den Zuschauern noch mehr Fernsehvergnügen bieten", sagte Vincent Grivet (TDF), Vorsitzender der HbbTV Association.

 

DVB und HbbTV verbindet eine enge Beziehung und gemeinsame Mitgliederstruktur, woraus sich diese perfekte Partnerschaft ergibt," sagte Peter MacAvock, Vorsitzender von DVB. "Die Bereitstellung von Inhalten wird immer komplexer. Die Zusammenarbeit vereinfacht die Ausspielung konformitätsgeprüfter Inhalte über DASH-Streams.“

 

DVB-DASH ermöglicht die Bereitstellung von Live- und Abruf-TV-Inhalten über das offene Internet via HTTP über adaptives Streaming. DVB-DASH ist als Referenz in den HbbTV-Spezifikationen enthalten, wodurch viele Geräte im Markt derzeit dieses Profil unterstützen. Inhalteanbieter in ganz Europa haben bereits Dienste über DVB-DASH eingeführt.

 

Der DASH-Validierungs-Quellcode ist unter einer Open-Source-Lizenz ab sofort auf https://github.com/Dash-Industry-Forum/Conformance-Software kostenlos verfügbar. Die Nutzer können ihre Inhalte über die webbasierte Benutzeroberfläche einfach validieren oder eine eigene Version für die Verwendung im Produktionsablauf ihres eigenen Arbeitsumfelds erstellen.

 

Über die HbbTV Association

Hybrid Broadcast Breitband TV (oder "HbbTV") ist eine weltweite Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Rundfunk- und Breitband-Verbreitung von Unterhaltungsdiensten für Verbraucher auf Smart-TVs, Set-Top-Boxen und Multiscreen-Geräten zu vereinheitlichen. Die HbbTV-Spezifikation wird von Branchenführern entwickelt, um Verbrauchern ein verbessertes TV- und Video-Erlebnis zu verschaffen, indem sie innovative und interaktive Dienste in den Netzen nutzen können. Die Spezifikation verwendet Elemente bestehender Spezifikationen anderer Standards wie OIPF, CEA, DVB, MPEG-DASH und W3C. Mit der Einbindung der Aktivitäten des Open IPTV Forums (OIPF) im Jahr 2014 und der Smart TV Alliance im Jahr 2016 ist HbbTV in der Lage, Dienstleister und Technologieanbieter im Bereich der IPTV-Dienste sowie dem gesamten Spektrum miteinander verbundener Rundfunk- und Over-the-top-Dienste (OTT) anzusprechen. Weitere Informationen: www.hbbtv.org

Netzausbau mit Gigabit-Technologie

Studien sagen: Mehr als 300.000 Unternehmen und 13 Millionen Haushalte benötigen kurz- bis mittelfristig Gigabit-Anschlüsse, um schnell große Datenmengen auszutauschen. Auch eine neue Bundesregierung wird sich mit Hochdruck für einen Ausbau flächendeckender Gigabit-Netze bis 2025 einsetzen. Zu diesem Ziel werden wir ganz maßgeblich beitragen:

  • Die von der ANGA vertretenen Glasfaser/Kabelnetzbetreiber können 75 Prozent der deutschen Haushalte und auch viele Unternehmen bis 2025 mit Gigabit-Technologie versorgen.
  • Die Kombination aus Glasfaser-Neuanschlüssen, dem neuen HFC-Übertragungsstandard DOCSIS 3.1. und 5G im Mobilfunk macht es realistisch, das Ziel der Flächendeckung im genannten Zeitraum auch tatsächlich zu erreichen.
  • Die Ambition der ANGA-Unternehmen ist es, in weiten Teilen ihrer Glasfaser- und HFC-Netze Gigabit-Geschwindigkeiten bereits innerhalb dieser Legislaturperiode zu erreichen.

 

Welchen Regulierungsrahmen brauchen wir dafür?

Zentraler Treiber für den kostenintensiven Ausbau von Gigabit-Netzen ist der Wettbewerb. Er zwingt Netzbetreiber, kontinuierlich in immer schnellere und bessere Netze zu investieren. Dazu muss der Gigabit-Netzausbau für die Netzbetreiber wirtschaftlich sein. Folgende Leitlinien muss daher der politische Ordnungsrahmen berücksichtigen:

 

  1. Der Wettbewerb zwischen Infrastrukturen bleibt das Leitbild der Regulierung. Neue Monopole fördern den Netzausbau nur vordergründig. Langfristig führen sie zu einem Innovations- und Investitionsstopp und damit für die Kunden zu schlechterer Leistung bei höheren Preisen.
  2. Um Investitionen in den Ausbau von Glasfaser- und andere Gigabit-Netze zu fördern, kann die Regulierung eines marktbeherrschenden Unternehmens reduziert werden. Der Ordnungsrahmen muss einen funktionsfähigen Wettbewerb und gleiche Investitionsbedingungen für alle Marktteilnehmer herstellen.
  3. Investoren brauchen die Sicherheit, dass nicht marktbeherrschende Unternehmen auch künftig nicht reguliert werden. Zugangspflichten unabhängig von erheblicher Marktmacht verunsichern den Markt und erschweren die Refinanzierung von Investitionen in den Netzausbau.

 

Welche staatliche Förderung ist notwendig?

Der Großteil des notwendigen Ausbaus muss und kann privatwirtschaftlich gestemmt werden. Aber es werden unwirtschaftliche Gebiete verbleiben, in denen der Staat den Ausbau von Glasfaser fördern muss. Für einen effizienten Mitteleinsatz und maximale Zielerreichung sind klare Abgrenzungen der Fördergebiete zwingend, um sicherzustellen, dass existierende gigabitfähige Netze nicht überbaut und private Investitionen nicht entwertet werden.

 

Für die dringend nötige Fachdebatte stehen wir bereit als der Verband, der mit Glasfaser und HFC alle Gigabit-Technologien im Festnetz vertritt. Unsere Verpflichtung gilt dem schnellen Ausbau von Gigabit-Netzen für Deutschland.

Quelle: ANGA

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