Historisches Ziegeldach (Foto: Krolkiewicz)
Historisches Ziegeldach (Foto: Krolkiewicz)
WohnBauWirtschaft WBW Fachmagazin Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Energie, Baustoffe, Bautechnik, Hausbau, Umwelt, Fassade, Dach, Breitband, Software, TGA, IT
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Dachbegrünung (Foto FBB)

ZIM-Netzwerk „Stadtklima“ ist erfolgreich in die Projektphase 1 gestartet.

 

In Deutschland, aber auch weltweit leben immer mehr Menschen in Städten. Das Stadtklima wird durch sehr unterschiedliche Größen wie Luft, Wärme, Bebauung, Industriegebiete, Wasser- und Grünflächen, Pflanzen (in Straßen, Parks und an/auf Gebäuden), Emissionen sowie Formen der Energiegewinnung beeinflusst. Bebauungsverdichtung, zunehmender Lieferverkehr und klimatische Änderungen führen dazu, dass Menschen sowie Luft, Wasser und Boden in Städten immer stärker durch die damit verbundenen Umwelteinflüsse belastet werden. Änderungen, die an den Ursachen ansetzen, benötigen sehr lange Zeiträume der Umsetzung und sind gesellschaftlich, wirtschaftlich oder politisch nicht immer gewollt. Deshalb hat sich das Netzwerk „Stadtklima“ zum Ziel gesetzt, innovative technische Produkte oder Dienstleistungen für Teilbereiche bzw. zur Schaffung von Mikroklimata zu entwickeln, um so die Lebensbedingungen zu verbessern, die von Kommunen, Unternehmen oder auch Privatpersonen genutzt werden können.

 

Unser Netzwerk wird im Rahmen des Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), derzeit in der 1. Phase mit 90 % der bewilligten Kosten für das Management des Netzwerkes, gefördert. ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitenden wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig unterstützt und damit ein Beitrag zu deren Wachstum verbunden mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geleistet werden. Ein Netzwerk besteht aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die unter einem Oberthema (hier „Stadtklima“) in Kooperation innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln wollen. Für organisatorische Aufgaben setzen sie eine Netzwerkmanagement-Einrichtung (hier GEMIFO) ein. Die beteiligten Unternehmen erreichen mehr Wettbewerbsfähigkeit durch:

  • Nutzung und Förderung der eigenen Kompetenzen
  • die Verbindung zwischen Wissenschaft und Industrie
  • die Beteiligung an einer umfangreichen Ideen-, Wissens- und Kooperationsplattform
  • Branchenübergreifende Kooperation bei Entwicklung und Vertrieb.

 

Ein wesentlicher Schub dabei soll von dem vom BMWi geförderten Netzwerkmanagement des Kooperationsnetzwerkes ausgehen. Wesentliche Aufgaben des Netzwerkmanagements sind:

  • Unterstützung bei der Partnerfindung und Ideenkonkretisierung
  • Ideen-, Kompetenz- und Personalaustausch bei der Umsetzung von FuE-Projekten
  • Management der Aktivitäten im Netzwerk.

Das Netzwerkmanagement wird beim Netzwerk „Stadtklima“ von der GEMIFO Gesellschaft für Mittelstandsförderung mbH mit den Netzwerkmanagern Gisela Harraß, Olaf Schliebe und Dr. Gunter Mann übernommen. Sie koordinieren u.a. alle Aktivitäten, geben Hilfestellung bei Ideenfindung und Projektantrag und führen Unternehmen zusammen.

 

ZIM-Kooperationsnetzwerke haben in der Regel zwei Phasen, wobei jede Phase neu beantragt werden muss:

  1. Pase (maximal 12 Monate):

Erarbeitung aller Dokumentationen sowie Netzwerkkonzeption und -verträge,

Etablierung des Netzwerks (Workshops, Networking, Kooperationen, Öffentlichkeitsarbeit) und Erstellung einer technologischen Roadmap mit den konzipierten FuE-Projekten.

Unser Ziel dabei ist, dass jeder Netzwerkpartner in mindestens einem Einzel- oder Kooperationsprojekt eingebunden ist.

 

  1. Phase (in der Regel 24 Monate):

Unterstützung bei der Beantragung und Umsetzung der FuE-Projekte der Netzwerkpartner und Vorbereitung der Markteinführung.
Ziel ist, dass jeder Netzwerkpartner seinen Förderantrag für das jeweilige (Teil-)Projekt mindestens eingereicht hat.

 

Im Fokus des Kooperationsnetzwerkes „Stadtklima“ sind Entwicklungen innovativer Produkte und Dienstleistungen, mit denen aktuelle technische Entwicklungen und daraus resultierende neue Möglichkeiten für die lokale Verbesserung der klimatischen Bedingungen genutzt werden. Wichtige Themenfelder sind:

  • Steigerung der Standortqualität durch Begrünung, ein an extreme Wetterereignisse angepasstes Gesundheitssystem, Vermeidung des Überschreitens von Grenzwerten und Verkehrseinschränkungen
  • Schaffung von Möglichkeiten zur Erfassung und Prognose durch ein Sensor-Netzwerk für Stadt-Klima-Warnungen
  • Förderung der Gesundheit durch Vermeidung und Reduzierung von Abgasen, Feinstäuben, Abwärme, Lärm
  • Abmilderung der Folgen des Klimawandels durch Verminderung von Extremereignissen (Starkregenfälle, Hitze und Trockenheit, Wind, UV-Strahlung…).

 

16 Klein- und mittelständische Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen sind derzeit im Netzwerk „Stadtklima“ aktiv, u. a. sind das:

Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern), Green Planet GmbH, Gruneberg GmbH, HanseGrand Klimabaustoffe, ILD GmbH, Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP), Optigrün international AG, TU Berlin, Verticalgreendesign GmbH, Vertiko GmbH, Vulkatec Riebensahm GmbH, ELK-Gesellschaft für Erstellung, Layout und Konzeption elektronischer Systeme mbH.

 

Die Phase 1 unseres Netzwerkes läuft bis 31.10.2018. Nach derzeitiger Planung ist die Weiterführung des Netzwerkes in Förderphase 2 mit anfangs etwa sechs Einzel- bzw. Kooperationsprojekten beabsichtigt. Dabei werden u. a. Themen wie Mooswände, kombinierte SolarGrünwände, Fahrradschnellwege und mobile Messeinrichtungen behandelt.

 

Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e. V. (FBB) unterstützt das Netzwerk, ein Teil der Netzwerkpartner sind FBB-Mitglieder. Weitere Informationen und Teilnahme am Netzwerk: www.gemifo.de

 

Quelle: FBB

Symposium rund um die Dachbegrünung.

Zwei Wochen nach dem Symposium Gebäudegrün in Berlin führte die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) ihr 15. FBB-Gründachsymposium 2018 durch.

Das 15. FBB-Gründachsymposium in Ditzingen bei Stuttgart ging mit elf Fachvorträgen auf Neuigkeiten, Trends und besondere Themen des Dachbegrünungsmarktes und der angrenzenden Gewerke ein. Die Vorträge, eingeteilt in die drei Themenbereiche „Forschung & Lehre“, „Recht, Richtlinie & Planungsgrundlagen“ und „Aus der Praxis“:

Der Schweizer Pflanzenfachmann Fritz Wassmann-Takigawa stellte das FBB-SchlagLicht9 „Geeignete Gehölze für Dachbegrünungen“ mit Praxisbeispielen vor. Die nach Substrathöhen eingeteilte Liste der für Dächer geeigneten Arten ist als pdf-Dokument auf der FBB-Intenetseite verfügbar und Grundlage auch für die immer häufiger kommenden Hochhausbegrünungen.

Im Vortrag von Prof. Manfred Köhler wurden die Ergebnisse der Vegetationsaufnahmen einer über 15 Jahre alten einfachen Intensivbegrünung in der Nähe Hamburg erläutert. Interessant war, was sich trotz fehlender Pflege über Jahre hinweg behaupten konnte und was eingewandert war.

In seinem Vortrag stellte Holger Krüger, Firma Bauder, die Grundlagen der Dachabdichtungsnormen 18531 ff dar. Für die Dachabdichtungen unter Begrünungen gilt seit Mitte 2017 die 18531 Teil 1-5.

Andre Witzel vom Verband Deutscher Blitzschutzfirmen (VDB) sprach über die Grundlagen von Blitzschutzanlagen, insbesondere in Verbindung mit einer Dachbegrünung. Der Diskussionsbedarf war so groß, dass nicht alle Fragen beantwortet werden konnten und die Verantwortlichen Seitens FBB und VDB nun überlegen, ein Merkblatt zu diesem Thema aufzulegen.

Vom Institut Bauen und Umwelt (IBU), einem Kooperationspartner der FBB, berichtete Frank Grootens über EPDs (Umwelt Produkt Deklaration) und deren Funktionen beim nachhaltigen Bauen. Aus dem Bereich Dachbegrünung liegt bislang nur eine EDP vor.

Harald Mattheas vom Baureferat Gartenbau der Stadt München referierte über die technischen Baustandards für Dachbegrünungen des Baureferats Gartenbau. In dem interessanten und lehrreichen Vortrag wurden verschiedene Aspekte - vom Zugang, über Sicherheit, Material bis zur Pflege - angesprochen.

Björn Ament stellte das Gründachkataster der Stadt Marburg vor, ging dabei live ins Internet und erläuterte die vielen interessanten Möglichkeiten und Informationen des Online-Tools. Eine gute Arbeits- und Argumentationshilfe für Städte.

Ergänzend zum IBU-Vortrag hat Dr. Anna Braune vom DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) die Rolle begrünter Dächer beim nachhaltigen Bauen beleuchtet und dazu auch einzelne Beispiele vorgestellt. Tenor in der anschließenden Diskussion war, dass sich Pflanzen in Form von Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünungen noch viel stärker positiv im Bewertungsschlüssel des DGNB finden müssen.

Der Landschaftsarchitekt Rupert Wirzmüller stellte den genossenschaftlichen Dachgarten „Wagnis 4“ vor und zeigte auf, was auch mit geringerem Budget möglich ist. Ein gelungenes Beispiel, das Schule machen sollte und schon mehrfach prämiert wurde.

Yvonne Göckemeyer, Landschaftsarchitektin, stellte am Beispiel des Quartiers Wupperbogen in Leichlingen vor, wie durch eine umfassende Regenwasserbewirtschaftung Hochwasserschäden verhindert werden können und welche wichtige Rolle Pflanzen dabei einnehmen.

Den Abschluss machte Beat Ellenberger von der Schweizerischen Fachvereinigung Gebäudebegrünung (SFG) mit einem ergreifenden Plädoyer für Gebäudebegrünung und fand so einen gelungenen Abschluss des Gründachsymposiums in Ditzingen.

 

Die Vorträge des FBB-Gründachsymposium sind verfügbar unter: www.gebaeudegruen.info

 

 

Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) In den Birken 11,

66130 Saarbrücken, Tel. 0681-9880570, Fax 0681-9880572

E-Mail info@fbb.de, http://www.gebaeudegruen.info/

 

Flachdach im Bau (Foto Krolkiewicz)

Mit Leckmeldeanlagen lässt sich langfristig der Wert von Flachdächern sichern.

Egal, ob es sich um ein Flachdach oder ein Gefälle-, Pult- oder Tonnendach handelt, die relativ dünnen, membranartigen Abdichtung (Folien, Dachbahnen, u. ä.) mit ihrer begrenzten mechanischen Widerstandskraft sind im Vergleich zu anderen Bauweisen relativ anfällig für Beschädigungen – und lassen damit Wasser leicht eindringen. Die heute verwendeten Dachabdichtungen können viele Jahrzehnte halten, sie sind aber nur so gut, wie sie verarbeitet und/oder nicht beschädigt werden. Doch wo Menschen handwerklich arbeiten, können leicht Fehler entstehen. Undichte Flachdächer verursachen jedes Jahr hohe volkswirtschaftliche Schäden.

 

Dass sich an der Sachlage bis heute wenig geändert hat, bestätigen die Bauschadens- bzw. Bauwerkssicherheitsberichte der letzten Jahre. Es zeigt sich, dass immernoch die häufigsten Schäden an Dachabdichtung auftreten und dass die Dachabdichtungen von Flachdächern schadensanfällig sind.

Das ist an sich auch gar nicht so verwunderlich, schließlich ist das Dach auch das am meisten beanspruchte Teil eines Gebäudes. Durch Regen, Hagel, Dauerfrost, Eis und Schnee ist besonders das Flachdach beständig der Witterung ausgesetzt. Zu der mechanischen Belastung kommen Temperaturdifferenzen, UV-Einstrahlung und Windsog als ständige Einwirkungen hinzu. Besonders im Winter verschärfen unsachgemäße Schneeräumaktionen auf den Flachdächern dieses Problem noch zusätzlich. Die relativ dünnen, membranartigen Dachabdichtungen haben den eiligen Einsatz von Eispickeln, Schaufeln und Schneefräsen häufig nicht unbeschadet überstanden. Viele Leckagen bleiben vorerst unbemerkt. Undichte Stellen resultieren in den meisten Fällen aber schon aus der Bauphase.

 

Ursachen/Fehlerquellen von Flachdachschäden:

  • etwa 35 Prozent Planungsfehler
  • etwa 40 Prozent Ausführungsfehler
  • etwa 15 Prozent Materialfehler

-    etwa 10 Prozent sonstige Fehler                                                                             

 

Die Schäden werden aber oft erst nach 5 bis 10 Jahren bemerkt, wenn das Speichervermögen der Wärmedämmung erschöpft ist und Wasser in das Gebäude eintritt. Die Wärmedämmwerte solcher Dächer haben sich in dieser Zeit bereits deutlich verschlechtert – deutliche Energieverluste, Schimmel und statische Schädigungen der Dachkonstruktion sind das Resultat. Teure Sanierungen sind in vielen Fällen dann meist eine Frage des Geldbeutels.

 

Sanierung undichter Dächer verursacht hohe Kosten.

Vor dem Hintergrund, dass viele öffentliche Gebäude und besonders deren Flachdächer dringend saniert werden müssen, ist es wichtig, sich jetzt besonders für Nachhaltigkeit zu engagieren.

Beispiel Schulgebäude: Die zuständigen Landesregierungen müssen, aufgrund der über Jahrzehnte vernachlässigten Unterhaltung öffentlicher Gebäude, jetzt eine hohe Neuverschuldung in Kauf nehmen, um die bauliche Sanierungskrise zu überwinden. Nachfolgende Generationen müssen diese Schuldenlast tragen und bezahlen. Das legt uns heute eine besondere Verantwortung auf: Wir müssen diese Gelder intelligent und nachhaltig einsetzen! Deshalb ist es wichtig, der Entstehung von Flachdachschäden mit modernen Leckmeldesystemen aktiv entgegenzuwirken, um unseren Kindern solide und langlebige Bauwerke zu hinterlassen.

 

Nachhaltig Bauen und Sanieren mit intelligenten Flachdachsystemen.

Leckmeldeanlagen sind moderne Gebäudeassistenzsysteme, mit denen Abdichtungen vollflächig und permanent überwacht werden können. Auftretende Leckagen können damit zeitnah festgestellt und mit hoher Genauigkeit geortet werden. Leckmeldeanlagen liefern damit eine wichtige Informationsgrundlage, um Bauwerksabdichtungen anforderungsgerecht, systematisch und planmäßig instand zu halten - über die gesamte Lebensdauer eines Bauwerks. Auf diese Weise kann jederzeit ein objektiver Nachweis zur Funktionsfähigkeit der Abdichtung erbracht werden: während der Bauphase, zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Abdichtung bis zum Ende der werkstofflichen Lebensdauer der Dachabdichtung.

 

Wie funktioniert eine Leckmeldeanlage?

Kernelement einer Leckmeldeanlage ist eine dünne Kontaktlage aus leitfähigem Glasvlies oder Polypropylen, die vollflächig unterhalb der Abdichtung verlegt wird. Werden die elektrisch leitfähige Kontaktlage und eine Gegenelektrode auf der feuchten Oberseite der Abdichtung in einen Stromkreis geschaltet, so fließt in diesem Stromkreis so lange kein Strom, wie Kontaktlage und Gegenelektrode von der intakten Abdichtung getrennt werden. Ist jedoch eine Leckage in der Abdichtung vorhanden, kommt es im Vlies an der Stelle zu einer lokalen Spannungserhöhung, die im Augenblick des Wassereintritts bei permanent messenden Leckmeldeanlagen sofort erkannt wird. Über die gemessene örtliche Verteilung der Spannung wird die Position der Leckage ermittelt.

 

Mit Leckmeldesystemen werden Dachabdichtungen vollflächig auf Dichtheit kontrolliert und evtl. Leckagen genau geortet. Damit bekommen öffentliche und private Bauherren ein Instrument an die Hand, mit dem sie auf einfache Art und Weise in der Lage sind, Schäden an Dachabdichtungen präventiv vorzubeugen und ein Gebäude nachhaltig zu bewirtschaften. Die Messwerte können über einen Webbrowser abgerufen und visualisiert werden – so lässt sich der Dichtheitszustand der Dachabdichtung jederzeit auf dem Bildschirm kontrollieren. Auf diesem Weg ist es auch möglich, bei Leckagen Alarmmeldungen mit einer Email oder SMS zu senden, Daten für Langzeitauswertungen zu archivieren und Fernwartungen durchzuführen.

 

Noch häufig anzutreffende aber ungeeignete Methoden zur Dichtheitsprüfung von Flachdächern:

Visuelle Inspektionen sind wenig geeignet, Schäden und Fehlfunktionen bei Flachdächern systematisch zu erkennen und zu bewerten, denn kein Mensch ist allen Ernstes in der Lage ein mehrere hundert oder sogar tausend Quadratmeter großes Flachdach mit bloßem Auge auf Dichtheit zu prüfen. Völlig unmöglich wird dies erst recht, wenn das Flachdach bekiest, begrünt oder anderweitig überbaut ist.

 

Wassereinstau - eine weitere veraltete und doch noch gelegentlich anzutreffende Methode der Dichtheitsprüfung. Diese Methode weist ein erhebliches Folgeschadenrisiko auf, trotzdem ist eine gezielte Leckageortung damit nicht möglich. Bei geneigten oder gewölbten Dachflächen ist das Verfahren meist nicht anwendbar, ebenso ist die Anwendung bei begrünten oder abgedeckten Abdichtungen problematisch.

Photovoltaik und Dachbegrünung – Leckmeldeanlagen schützen Immobilien.

Dachbegrünungen und Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) auf Flachdächern sind ökologisch sinnvolle Investitionen, die sich auszahlen. Aber der Teufel steckt oft im Detail. Zu den oben geschilderten Risiken für Flachdächer kommt in diesen Fällen noch die Belastung durch nachträgliche Installationen hinzu. Leckagen gefährden die kaufmännische Rendite von PV-Anlagen aber auch die ökologische Rendite einer Dachbegrünung – Leckmeldesysteme geben langfristige Investitionssicherheit.

 

Eine Dachbegrünung soll bei entsprechender Pflege möglichst so lange wie die Dachabdichtung halten und auch die Amortisation einer PV-Anlage ist zumeist für einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren geplant. Das bedeutet: Auf das Flachdach muss mindestens für die nächsten 20 Jahre Verlass sein – genau hier liegt das hohe Risiko für alle Beteiligten. Denn Bau, Betrieb und Nutzung führen zu zusätzlichen Beanspruchungen und damit zu einem hohen Beschädigungsrisiko für die Dachabdichtung. Zugleich wird eine visuelle Lokalisierung von Schäden durch eine PV-Anlage bzw. Dachbegrünung auf dem Dach erheblich erschwert oder sogar unmöglich gemacht. Muss die Dachabdichtung repariert oder sogar großflächig saniert werden, führt dies zwangsläufig zu Ausfällen bei der Stromproduktion. Neben dem Aufwand für die Dachsanierung kommt es zu zusätzlichen Kosten für Abbau und Wiederaufbau der PV-Anlage. Werden PV-Anlagen nicht auf eigenen, sondern auf gemieteten Flachdächern betrieben, ist ein kostenträchtiger Streit zwischen Gebäudeeigentümer und Anlagenbetreiber praktisch vorprogrammiert.

 

Die Folgen für die Rentabilität einer PV-Anlage können dramatisch sein und ein solches Projekt schnell in die Verlustzone bringen. Deshalb braucht die langfristige Investition in eine PV-Anlage ein funktionierendes Konzept für ein dauerhaft dichtes Flachdach - als Fundament für eine nachhaltige und sichere Rendite.

 

Die Schnittstelle zum Dach spielt bei nachträglichen Installationen grundsätzlich eine entscheidende Rolle. Um einen durch die Installation verursachten, bleibenden Schaden am Dach auszuschließen muss das Dach messbar dicht sein. Zu erreichen ist dies nur durch die Integration eines Leckmeldesystems, das sofort meldet, wenn Leckagen in der Abdichtung entstanden sind, durch die Feuchtigkeit in das Dach dringt. Das Risiko eines unbemerkten Schadens am Dach und Folgen wie Wassereintritt ins Gebäude, kompletter Rückbau der PV-Anlage bzw. der Dachbegrünung für die Schadenssuche oder gar die Sanierung des Daches, werden so vermieden.

 

Vorteile für Gebäudeverwaltung und Immobilienbesitzer.

Der Einsatz moderner Leckmeldeanlagen bietet allen Beteiligten Vorteile und hilft ganz nebenbei Konflikte zwischen den Vertragsparteien zu vermeiden: Für Handwerker oder Betreiber von Dachbegrünungen bzw. Solaranlagen ist es wichtig zu wissen, dass ihr Gewerk nicht auf einem bereits undichten Dach montiert wird. Denn es ist später schwierig zu beweisen, dass ein Schaden am Dach nicht bei der nachträglichen Montage entstanden ist. Auf der anderen Seite muss der Gebäudeeigentümer die Sicherheit haben, dass sein Dach nachhaltig und permanent dicht ist und beim Einbau nicht beschädigt wurde.

 

Leckmeldesysteme überwachen die Dachabdichtung bereits während der Montage der PV-Anlage oder des Gründaches, aber auch in der Nutzungsphase danach. Eventuell entstandene Leckagen werden sofort und genau geortet. Für die notwendige Reparatur braucht ggf. nur das vorhandene Leck schnell und zielgerichtet behoben zu werden – da die Leckage zielgenau geortet wurde.

© H. J. Krolkiewicz, Düren

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