Kranhäuser Rheinauhafen Köln (Foto Krolkiewicz)
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WohnBauWirtschaft WBW Fachmagazin Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Energie, Baustoffe, Bautechnik, Hausbau, Umwelt, Fassade, Dach, Breitband, Software, TGA, IT
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So arbeitet die GROKO: keine konkrete Lösung, dafür ein Papier!

 

Wohngipfel 2018 – Weitere Umsetzungsschritte eingeleitet

Wie im Wohngipfel am 21. September 2018 im Bundeskanzleramt vereinbart, ist ein interministerieller Staatssekretärsausschuss eingesetzt worden. Bundesinnenminister Seehofer sagte anlässlich der Auftaktsitzung am

2. Oktober 2018: „Ob sozialer Wohnungsbau, Sonderabschreibung freifinanzierter Mietwohnungsbau, Städtebauförderung, BauGB-Novelle oder Wohngeldreform: Die Bundesregierung will gemeinsam mit Ländern und Kommunen aufs Gaspedal drücken, um die Wohnungsengpässe in Deutschland so schnell wie möglich zu beseitigen.“ Der Staatssekretärsausschuss unter Leitung von Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, koordiniert fortan die Umsetzung der auf dem Wohngipfel beschlossenen „Gemeinsamen Wohnraumoffensive von Bund, Ländern und Kommunen“. Dem Staatssekretärsausschuss gehören neben dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das Bundeskanzleramt, das Bundesministerium der Finanzen, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an. Weitere Ressorts werden im Ausschuss themenbezogen eingebunden werden. Das Ergebnispapier des Wohngipfels ist die Basis aller Umsetzungsaktivitäten. Das Ergebnispapier finden Sie auf der BMI-Website unter: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichunge/2018/ergebnisse-wohngipfel.html

Ab 2030 ist jeder Dritte auf altersgerechte Wohnung angewiesen.

Es sind nur noch zwölf Jahre bis etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung 65 Jahre und älter sein wird. Der Wunsch im Alter: Noch möglichst autark in den eigenen vier Wänden leben. Dennoch werden auch in der Gesellschaft die meisten von den Auswirkungen des demografischen Wandels überraschend erfasst.

 

 Die Lebenserwartung der Menschen steigt, ein hundertjähriger Geburtstag ist heute keine Seltenheit mehr. Hieraus ergibt sich für die Immobilienwirtschaft der Auftrag, Häuser und Wohnungen so zu konzipieren, dass sie individualisierbar sind und sich auch im Nachhinein an verändernde Bedarfe in späteren Lebensphasen mit zunehmend gesundheitlichen Beeinträchtigungen anpassen können.

 

 Auf dem Seniorenimmobilientag in Köln diskutierten rund 60 Experten die Auswirkungen des demografischen Wandels und aktuelle Entwicklungen bei Wohnformen für die ältere Generation. „Dreh- und Angelpunkt für lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden ist das Bad“, konstatierte Rolf Schettler, Vorsitzender des Arbeitskreises „Wohnen im Alter“ des BFW-Landesverbandes NRW. Solange man hier Anpassungen vornehmen könne, die den Bewohner bei nachlassender Mobilität unterstützen und häusliche Pflege ermöglichen, sei der Umzug in ein Pflegeheim vermeidbar. Im Neubau steigern zudem Wasch- und Abstellräume auf der jeweiligen Wohnebene den Komfort. Ein speziell für junge Menschen mit Pflegebedarf konzipiertes Wohnhaus präsentierte Stefan Hettwer von der Hettwer-Gruppe. Wer in noch jungen Jahren durch einen Motorradunfall auf tägliche Pflegeunterstützung angewiesen sei, müsse sein Leben völlig neu ausrichten. Ohne die Hilfe von Angehörigen und finanziellen Rücklagen sei der Weg in ein Pflegeheim oft der einzige Weg. Für diese Zielgruppe errichtet Hettwer Häuser in Form von Wohngemeinschaften. Technische Neuheiten wie „Alexa“ und eine moderne Wohnraumausstattung stünden hier im Vordergrund, so der Referent.

 

 Dass neben altersgerechtem Neubau auch die Anpassung des Wohnungsbestands eine große Rolle spielt, zeigt der Erfolg des KFW-Programms „Altersgerechter Umbau“. Die Fördermittel wurden 2017 bereits von 57 Million auf 75 Million Euro erhöht. „Dennoch sind die Fördermittel bereits zur Jahreshälfte aufgebraucht“, stellte Joachim Seeger, Ministerialrat im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eindrücklich fest.

 Die Bereitstellung altersgerechter Wohnungen ist in doppelter Hinsicht notwendig: Zum einen gilt es, möglichst vielen Menschen ein selbstbestimmtes Altern in Würde in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und einen Umzug in eine Pflegeeinrichtung zu vermeiden. Zum anderen sind altersgerechte Wohnungen und die Kombination mit speziellen Wohnkonzepten auch volkswirtschaftlich von erheblicher Bedeutung: Nach einer Prognos-Studie aus dem Jahr 2013 beläuft sich das Einsparpotenzial bei Sozial- und Pflegekassen auf 3 Milliarden Euro im Jahr, wenn nur 15% der pflegebedürftig werdenden Personen häuslich betreut werden können und der Heimaufenthalt vermieden oder aufgeschoben wird.

 

 Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und dem BFW-Landesverband NRW organisiert.

Quelle: BFW

Novellierung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie: Funk-Messtechnik wird voraussichtlich Pflicht in Europa.

 

Noch in diesem Jahr soll die novellierte EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) verabschiedet werden. Die EU will ihre Mitgliedsstaaten dazu verpflichten, zusätzliche Energie-Einsparpotenziale zu nutzen. Unterjährige Verbrauchsinformationen sollen Hausbewohner beim Energiesparen unterstützen.

 

Die EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED), die seit 04.12.2012 gilt, wird derzeit auf europäischer Ebene reformiert. Noch läuft das Gesetzgebungsverfahren; verschiedene Vorstellungen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates müssen zusammengeführt und konsolidiert werden. Für die Verbrauchserfassung von Wärme, Kälte und Warmwasser sind die Paragraphen 9 bis 11 und der Anhang VII maßgeblich. Hier unterscheiden sich die jeweiligen Positionen nur in Details. Übereinstimmend sind folgende Kernaussagen, welche die Transparenz für Verbraucher erhöhen:

 

- Ab 2020 installierte Zähler und Kostenverteiler sollen fernablesbar sein, wenn dies technisch machbar, kosteneffizient durchführbar und im Hinblick auf die möglichen Energieeinsparungen verhältnismäßig ist.

- Bereits installierte, nicht fernablesbare Zähler und Kostenverteiler sollen bis 2027 mit dieser Funktion nachgerüstet oder durch fernablesbare Geräte ersetzt werden.

- Ab 2022 sollen Hausbewohner unterjährige Verbrauchsinformationen erhalten, vorausgesetzt, die erforderliche Messtechnik ist im Haus verfügbar.

 

Mehr Transparenz für Verbraucher.

Mit all diesen Regelungen will die EU zum einen eine aktivere Beteiligung des Immobiliensektors an der Energiewende, zum anderen Vorteile für die Verbraucher erreichen: Mit unterjährigen Verbrauchsinformationen können Hausbewohner viel besser nachvollziehen, wie sich ihr Verhalten auf die Energiekosten auswirkt. Sie können zeitnah reagieren und ihren Verbrauch sowie die Kosten senken.

„Die EU will die Transparenz und zugleich den Komfort für die Verbraucher erhöhen: Sie sollen regelmäßig über ihren aktuellen Verbrauch informiert werden, ohne dass jedes Mal ein Ableser die Wohnung betreten muss“, erklärt Ralf Moysig.

 

Auf Fernablesung einstellen.

Dem aktuellen Stand zufolge soll die EED-Novelle spätestens zum Herbst 2018 verabschiedet werden. Im Anschluss daran müssen die Mitgliedsländer der EU die europäische Richtlinie noch in ihr jeweiliges nationales Recht umsetzen, in Deutschland wahrscheinlich in Form der Heizkostenverordnung. Dabei kann es noch geringe Abweichungen geben. „Wohnungsunternehmen, Verwalter und Vermieter können aber bereits davon ausgehen, dass auf lange Sicht kein Weg an einer funkbasierten Fernablesung und Abrechnung des Wärme- und Wasserverbrauchs vorbeiführen wird. Eine Fernablesung ist für die Immobilienwirtschaft auch die technisch einzige Möglichkeit, unterjährige Verbrauchsinformationen mit nur geringen Investitionskosten bereitzustellen“, sagt der Minol-Geschäftsführer. Die erwarteten Gesetzesänderungen sind umso relevanter, als die Mess- und Erfassungsgeräte in Gebäuden für mehrere Jahre installiert werden: Kaltwasserzähler haben eine Eichfrist von sechs, Warmwasser- und Wärmezähler von fünf Jahren. Die Lebensdauer von Heizkostenverteilern hängt von der Batterielaufzeit ab und beträgt in der Regel zehn Jahre. Ein bevorstehender Austausch der Zähler oder Heizkostenverteiler ist ein guter Zeitpunkt, um auf ein fernablesbares Funksystem.

Quelle: Minol

Wohnungswirtschaft: auf dem Weg zum digitalen Vermieter?

Die Wohnungswirtschaft sieht ihr Kerngeschäft durch die Digitalisierung nicht gefährdet. Gleichzeitig arbeitet sie daran, selbst digitale Strukturen zu schaffen. Diese werden zunächst vor allem den Vermietungsprozess verändern. Zu diesen Ergebnissen gelangt die Studie „Digitale Agenda 2025“, die das Beratungsunternehmen Analyse & Konzepte im Auftrag des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen (vdw) und des Verbands Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) erstellt hat.

 

Die Grundlage der Studie bildeten eine Onlinebefragung unter den Mitgliedsunternehmen des vdw und des VNW sowie zahlreiche Expertengespräche. Eine Erkenntnis daraus ist, dass sich die Wohnungsunternehmen trotz der Digitalisierung nicht um ihr Geschäftsmodell – die Vermietung von Wohnraum – sorgen. Dies mag ein Grund dafür sein, dass sie vergleichsweise wenig Zeit in die Digitalisierung investieren: 46 Prozent der Befragten beschäftigen sich maximal zwei Stunden pro Woche damit.

 

Bei einem Drittel der Wohnungsunternehmen liegen schon heute alle wichtigen Daten und Informationen in digitaler und auswertbarer Form vor. Weitere 50 Prozent der Befragten wollen diesen Status innerhalb der nächsten fünf Jahre erreichen. Ebenfalls die Hälfte der Wohnungsunternehmen möchte in fünf Jahren alle Unternehmensbereiche digital miteinander vernetzt haben. Dies ist aktuell erst bei 12 Prozent der befragten Unternehmen der Fall.

Den höchsten Digitalisierungsgrad erreichen Wohnungsunternehmen heute im Bereich „Rechnungswesen und Controlling“. Allerdings gehen die Wohnungsunternehmen davon aus, dass in Zukunft die Vermietung hier auf Platz eins liegen wird: 86 Prozent der Befragten prognostizieren, dass der Digitalisierungsgrad der Vermietung künftig hoch oder sehr hoch sein wird.

 

Mieterakten und Vermietungsprozess werden digital

Schon jetzt haben 21 Prozent aller Wohnungsunternehmen digitale Mieterakten, auf die unterschiedliche Personen im Unternehmen zugreifen können. Weitere 62 Prozent arbeiten an einer entsprechenden Umstellung oder planen sie zumindest. 19 Prozent der Befragten vermarkten ihre Wohnungen bereits heute komplett online. Gut die Hälfte (51 Prozent) der Wohnungsunternehmen hat dies in Zukunft vor. Auch der Mieterwechsel wird künftig sehr viel häufiger digital funktionieren. 76 Prozent der Wohnungsunternehmen arbeiten darauf hin oder setzen dies bereits um.

 

Die stärksten Treiber für die Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft sind die Kunden. Daneben wirken die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt, die eigenen Mitarbeiter und der Wettbewerb als Motor. Als Hürden erweisen sich vor allem eine fehlende Digitalisierungsstrategie des Unternehmens sowie die personellen Ressourcen und der geringe Reifegrad der benötigten Technik.

 

„Wir leben im digitalen Zeitalter. Das gilt auch für die Wohnungswirtschaft“, sagt Michael Deeg, Senior Berater bei Analyse & Konzepte. „Bei unserer Untersuchung haben wir festgestellt, dass die Unternehmen noch viel Potenzial bei der Digitalisierung und Automatisierung bestehender Prozesse haben. Zweitens gibt es bisher kaum Aktivitäten, um selbst neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Gerade in diesem Bereich kann es noch spannende Entwicklungen geben.“

 

Über die Studie „Digitale Agenda 2025“:

Die Studie „Digitale Agenda 2025“ wurde vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen (vdw) und dem Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) in Auftrag gegeben. Sie liefert eine Bestandsaufnahme der Digitalisierung in der norddeutschen Wohnungswirtschaft. Ausgangspunkt war eine umfassende Marktrecherche, die die Basis für den konzeptionellen Rahmen der Studie lieferte. Im zweiten Schritt wurden insgesamt 19 Experteninterviews mit Vertretern der Wohnungsunternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse der Gespräche flossen in die Entwicklung des Online-Fragebogens ein. Die Feldphase der Online-Befragung fand im September und Oktober 2017 statt. Insgesamt wurden 390 Mitgliedsunternehmen angeschrieben, von denen 128 den Fragebogen ausfüllten. Die Rücklaufquote beträgt damit rund 33 Prozent. Um die Ergebnisse einzuordnen, wurde außerdem ein Experten-Workshop durchgeführt.

 

Über Analyse & Konzepte:

Die Analyse & Konzepte Beratungsgesellschaft für Wohnen, Immobilien, Stadtentwicklung mbH berät Teilnehmer des Wohnungs- und Immobilienmarktes in Deutschland zu Fragen der allgemeinen Marktentwicklung und daraus resultierenden strategischen Entscheidungen. Sie empfiehlt Maßnahmen und unterstützt ihre Kunden bei deren Umsetzung. In der Beratung stützt sich das Unternehmen auf eine praxisorientierte Marktforschung anhand von Befragungen, Vor-Ort-Recherchen und Mystery Shopping. Analyse & Konzepte besteht seit 1993 am Standort Hamburg und beschäftigt aktuell 25 Mitarbeiter. Die Geschäftsführerin ist Bettina Harms.

www.analyse-konzepte.de.

Quelle: Analyse & Konzepte

Starkregen: Deutschland besser präparieren.

Deutschlands bisherige Regen-Bilanz im Juli: 131,2 Liter pro Quadratmeter in Offenbach, 154,7 in Hannover, 169,8 Liter in Berlin und sogar 180,7 Liter in Köln, gemessen vom Deutschen Wetterdienst. – Wassermassen, die Deutschland nicht will: Eine bessere Vorbereitung auf Starkregen hat die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ gefordert. Deutschland müsse sich besser präparieren – und das fange ganz unten an: beim Kanalsystem.

 

„Die Kanalisation ist ein drängendes Infrastrukturproblem. Rund 20 Prozent des Kanalsystems weisen mittlere bis starke Mängel auf. Es ist längst nicht mehr in der Lage, die immer häufiger und in immer größeren Mengen auftretenden Regenfälle – auch gerade wie jetzt im Sommer – zu schlucken. Die Folge: Immer wieder und immer öfter versinken Straßen und Keller im Hochwasser. Tiefgaragen werden in den Städten überflutet. Die Vorwarnzeiten sind bei Starkregen viel kürzer als beim Hochwasser von Flüssen. Leider sind dadurch auch immer wieder Menschenleben zu beklagen“, sagt Michael Hölker von der Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Der Klimawandel führe zu einem immer höheren Überflutungsrisiko. Deshalb müssten die Kanalsysteme gründlich inspiziert und deren Kapazitäten in weiten Teilen neu ausgelegt werden. Das Entwässerungssystem sei dringend zu optimieren. Ebenso sei ein integriertes Wassermanagement aus Hochwasserschutz und dem Management von Starkregenereignissen erforderlich, fordert die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Die Initiative hatte das Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr München mit einer Untersuchung von Ursachen, Gefahren und Risiken von Sturzfluten beauftragt. Titel der Studie: „Urbane Sturzfluten“. Insgesamt mahnen die Wissenschaftler dabei ein bundesweit effizienteres Regenwassermanagement mit Rückhalt, Versickerung und Verdunstung an.

 

Die Vorsorge fange allerdings schon bei einzelnen Gebäuden an: So müssten beispielsweise Kellereingänge, Lichtschächte und Grundstücksentwässerungsanlagen auf mehr Schutz vor Starkregen ausgerichtet werden. Die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ spricht sich zudem für eine bessere Vernetzung von Kommunen, Ländern und Bund beim Überflutungsschutz aus. Hierzu gehöre auch eine gründliche Analyse von Überflutungsgefährdungen mit einer aktiven Risiko-Kommunikation. Gerade in Siedlungsgebieten müsse es hierbei unbedingt eine ausreichende Anzahl von Niederschlagsmessstationen geben.

 

Die Initiative habe die drängenden Probleme bereits Ende letzten Jahres Fachpolitikern des Deutschen Bundestages ausgiebig geschildert und ihnen die Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der TU München zukommen lassen. „Passiert ist seitdem allerdings nichts. Dabei sehen wir die Verantwortung zu einem Großteil beim Bund. Er muss koordinieren, um alle betroffenen Regionen in Deutschland – mehr oder weniger – ‚starkregenfest‘ zu machen“, so Initiativen-Sprecher Michael Hölker, der auch Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) ist. Er fordert zudem, das Wasserhaushaltsgesetz dringend zu ergänzen: „Bislang hebt dies nur auf die Gefahren ab, die durch Hochwasser aus Gewässern entstehen. Die Gefahren, die von Starkregen ausgehen, fehlen im Wasserhaushaltsgesetz. Das muss der Bund dringend ändern“, fordert Hölker.

Quelle: Initiative Verantwortung Wasser und Umwelt

 

Link zur Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der Universität der Bundeswehr München: www.bdb-fh.de/bdb/downloads/Studie_Niederschlagswasserbehandlung_19_05_2016.pdf

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