Kranhäuser Rheinauhafen Köln (Foto Krolkiewicz)
Kranhäuser Rheinauhafen Köln (Foto Krolkiewicz)
WBW WohnBauWirtschaft Fachinformationen für Techniker der Baugenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Hausbau, Hausverwaltung, Bauunternehmen, Industrie und Handwerk
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Mehr als 1.000 fertig gestellte Wohnungen – eine neue Bestmarke!

Mit mehr als 1.000 Wohnungen, die im vergangenen Jahr fertig gestellt wurden, hat die GAG Immobilien AG eine neue Bestmarke in diesem Jahrzehnt aufgestellt. 1.095 Wohnungen waren es, die im Geschäftsjahr 2018 dem Wohnungsmarkt in Köln neu oder wieder zur Verfügung gestellt wurden: 744 im Neubau, davon 436 öffentlich gefördert, und 351 nach abgeschlossener Modernisierung.

 

Durch die intensive Bautätigkeit hat sich der Bestand von Kölns größter Vermieterin um 654 auf 44.346 Wohnungen erhöht. Die Wohn- und Nutzfläche liegt nunmehr bei 3,06 Millionen Quadratmetern. „Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr, dass die GAG der Motor bei der Schaffung von preiswertem Wohnraum in dieser Stadt ist“, betonte der GAG Vorstandsvorsitzende Uwe Eichner. „Darüber hinaus befanden sich Ende 2018 auf zahlreichen Baustellen in der ganzen Stadt Neubauprojekte mit insgesamt 1.434 Wohnungen im Bau. Davon sind 854 öffentlich gefördert. Weitere 229 Wohnungen sind in der Modernisierung“, ergänzte seine Vorstandskollegin Kathrin Möller.

 

Investitionen in Modernisierung und Neubau.

Auch wirtschaftlich kann die GAG wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mit 45,2 Millionen Euro wurde erneut ein sehr gutes Konzernergebnis erzielt. Das lag um 586.000 Euro oder 1,31 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Die Gesamtsumme aller Investitionen ging auf knapp 210 Millionen Euro zurück, jedoch wurden die Investitionen in den Neubau noch einmal um gut zwei Millionen Euro auf rund 181,2 Millionen Euro gesteigert. Investitionen in Neubau und Modernisierung sowie die laufende und periodische Instandhaltung zusammen ergaben einen Betrag von mehr als 264 Millionen Euro für bestandsverbessernde Maßnahmen. „In fünf Jahren, von

2014 bis 2018, haben wir mehr als eine Milliarde Euro für diese bestandsverbessernden Maßnahmen ausgegeben“, rechnete Uwe Eichner vor.

 

Ein besonderer Höhepunkt für die GAG im vergangenen Jahr war der Umzug in die neue Hauptverwaltung. Auf dem früheren CFK-Gelände an der Straße des 17. Juni in Köln-Kalk entstand in zweijähriger Bauzeit ein modernes Büro- und Verwaltungsgebäude mit rund 12.400 m2 Bürofläche für die GAG und für Fremdmieter. Großer Wert wurde auf die Ausstattung mit modernster digitaler

Technik und mit neuen Arbeitswelten gelegt. Team- und Netzwerkflächen fördern die

Kommunikation der rund 300 Beschäftigten in der Hauptverwaltung über Abteilungsgrenzen hinweg.

Direkt neben dem neuen Unternehmenssitz entstand ein neues Wohnquartier mit 159 Wohnungen, sowohl öffentlich gefördert als auch freifinanziert. „Mit diesem Neubau sind wir nah an unsere Bestände gerückt und in die Mitte der Stadt zurückgekehrt“, war der Umzug für Uwe Eichner ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

 

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 verfügte die GAG über 44.346 Wohnungen und 147.000 Quadratmeter Gewerbeflächen mit einer Wohn- und Nutzfläche von insgesamt 3,06 Millionen Quadratmetern. Die Durchschnittsmiete lag bei 6,79 Euro pro Quadratmeter und damit wie in den Vorjahren deutlich unter dem Kölner Mittelwert. Der Anstieg bei der Durchschnittsmiete resultiert im Wesentlichen aus dem Erstbezug der Neubauten. Im Bestand wurden die Mieten kaum

angehoben. Mit Instandhaltungsaufwendungen von 20,52 Euro pro Quadratmeter (Gesamt: 62,1 Millionen Euro) liegt die GAG im oberen Bereich der deutschen Wohnungsunternehmen.

Quelle: GAG Immobilien AG

Fenstereinbau (Foto Renson)

Ruhiges Wohnen in zentraler Lage.

Mietwohnungen in guter zentraler Lage sind gefragt. Die kurzen Wege für alltägliche

Erledigungen werden allerdings oft auch mit einem erhöhten Lärmpegel erkauft. Dann werden die Fenster geschlossen und die Luftfeuchtigkeit als auch der CO2-Gehalt in der Raumluft steigen. „Dicke Luft“ und Schimmel sind nicht selten die Folge. Weil diese Zusammenhänge dem Bauherren, der selbst im SHK-Sektor tätig ist, bekannt sind, entschied er sich bei seiner Investition in ein Mehrfamilienhaus in Hückelhoven für Lüftungssysteme von Renson.

 

Lüftung mit Lärmschutz: Die Lärmbelastung in Hückelhoven ist im Prinzip nicht groß. Doch das Jugendheim und der Kindergarten nebenan, das Gemeindezentrum

gegenüber oder selbst die einzelnen Autos, die auf der nahen Straße vorbeifahren,

können zum falschen Zeitpunkt als störend empfunden werden. Dann ist es überaus

komfortabel, wenn man die Fenster schließen kann und dennoch per Lüftungsanlage

frische und wohltemperierte Luft einströmt. Damit das wie gewünscht funktioniert, bietet dass hier eingesetzte Lüftungssystem Endura Twist von Renson einen Schallschutz, der dem eines geschlossenen Fensters mit Zwei- oder gar Dreischeibenverglasung entspricht. Vom Lärm ist damit fast nichts mehr zu hören und die Mücken bleiben auch draußen. Zusätzliche Filter sorgen zudem für saubere Luft.

 

Nächtliche Kühlung mittels Bypass-Funktion: Ein solches System kann, je nach

Größe, Wunsch oder berechnetem Bedarf, zwischen 14 und 81 m³ Luft pro Fenster und Stunde tauschen (im Boost-Modus bis 162 m³) und dabei bis zu 80% der

Wärmeenergie zurückgewinnen. In heißen Sommermonaten können mehrere in einer Wohnung verbaute Endura Twist auf „Durchzug“ geschaltet werden und so, intelligent von Temperatursensoren gesteuert, eine intensive Nachtauskühlung bewirken. Auf diese Weise ergänzt die intelligente Lüftung eine Klimaanlage und spart Energie ein.

 

Wirkungsvolle Alternative: Der Bauherr schrieb ursprünglich eine Fenster-

Systemlösung aus Fenster und Lüftung eines bestimmten Herstellers aus. Auch das

Bauelemente Zentrum in Hamminkeln, gegründet 2006 von Ludger Maibom bewarb

sich um den Auftrag. Das Unternehmen konnte jedoch die gewünschte Lösung nicht

anbieten, weil es das ursprünglich ausgeschriebene System nicht vertreibt. Eine

Alternative musste her. Sebastian Terhorst, Vertriebsleiter bei BZ Bauelemente, sah

Endura Twist auf der letzten Bau-Messe in München. Das vielseitige System

überzeugte ihn. Terhorst: “Es kann auf jedes beliebige Fenster in bis zu sechs

Leistungsstufen montiert werden, dazu senkrecht, waagerecht, mit einfacher Steuerung oder intelligenter Push- und Pull-Funktion.“ Die Alternative überzeugte.

Das Unternehmen baute schließlich die Lüftung in drei Varianten: 750 mm und 2000

mm lang, seitlich vertikal an Fenster bei oben liegenden Rollladenkästen und

1100 mm lang waagerecht über Fenster/Terrassentüren ohne Rollladenkasten. Im Standard wurden pro Wohnung zwei Lüftungen verbaut. Eckwohnungen erhielten drei Lüftungseinheiten. Ein zentrales Touch-Display mit CO2-Sensor steuert die Lüftungen drahtlos über Hochfrequenz. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Lüftungen in ein Gebäudemanagementsystem zu integrieren und damit auch über das Internet zu steuern. Auf Wunsch können, zum Beispiel für Allergiker, Filter eingebaut werden.

Die Montage der Lüftungselemente auf dem Fensterrahmen entspricht der eines

Rollladenkastens. Gleiches gilt beim Einbau vor Ort. Zu beachten ist lediglich, dass der seitliche Auslass, je nach Montage in Laibung oder im Sturz, einen Rückschnitt Im WDVS oder in einer Verblendschale von etwa 20 mm benötigt.

 

BAUTAFEL: Neubau eines barrierefreien Mehrfamilienwohnhauses

mit 15 Wohneinheiten / Seniorenwohnungen, 44 m² bis 92 m² Wohnfläche;

Bauherr: Frank Hummen, Sanitär-Heizungsinstallation, Hückelhoven;

Architekt: planungsbüro esser + krings gbr, Düsseldorf;

Fensterbau: BZ Bauelemente-Zentrum GmbH, Hamminkeln;

Lüftungssystem: Endura Twist, Renson Ventilation NV,

Maalbeekstraat 10, B-8790, Waregem;

 

Quellen: Dipl.-Ing. Gerard Halama; 

Renson; https://www.renson.de

Wohnbau in Wien: „An der Schanze“ entsteht hochattraktiver neuer Stadtteil für 3.300 WienerInnen.

Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal freut sich über einen kommenden Höhepunkt der Wiener Qualitätsoffensive für leistbaren und lebenswerten Wohnraum: „Ab 2021 entsteht ‚An der Schanze‘ in Floridsdorf geförderter Wohnraum für rund 3.300 Wienerinnen und Wiener – mit belebten Erdgeschoßzonen, modernsten Infrastruktur-Konzepten, einem angrenzenden Bildungscampus und einem großen Schwerpunkt für Alleinerziehende.“

Auf einem Areal im Südosten von Floridsdorf wird auf zehn Bauplätzen mit insgesamt 71.400 m² bis 2023 ein neuer Stadtteil mit rund 1.500 Wohnungen entstehen. Im Rahmen der IBA_Wien (Internationale Bauausstellung) sollen unter dem Titel „Neues Soziales Wohnen“ neue Modelle des Wohnens erprobt werden und ein aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadt geleistet werden. Zur Förderung der sozialen Teilhabe alleinerziehender Menschen werden konkrete Vorschläge erwartet, die zu einem Aufbau sozialer Netze und zur Förderung nachbarschaftlicher Kontakte beitragen. Eine funktionierende Erdgeschoßzone wird dafür wesentliche Beiträge leisten können.

Der kürzlich gestartete und vom wohnfonds-wien, fonds für wohnbau und stadterneuerung in Kooperation mit der IBA Wien organisierte Bauträgerwettbewerb ist Teil der Wohnbau-Offensive 2018‒2020. In einem Bauträgerwettbewerb werden die Grundlagen für ein neues, lebendiges Stadtquartier mit hoher Wohnqualität und urbanem Charakter gelegt. Ein Drittel der Wohneinheiten werden als besonders günstige SMART-Wohnungen in der Rechtsform Miete errichtet.

 

Angebote für Alleinerziehende

Teil der Aufgabenstellung sind Realisierungskonzepte, die sich mit den Bedürfnissen der wachsenden Gruppe der Alleinerziehenden auseinandersetzen. Raumkonzepte mit privaten Bereichen bzw. mit eigenständigen Wohneinheiten in Kombination mit gemeinschaftlichen Nutzungsbereichen sollen sowohl Rückzug als auch unterstützende Gemeinschaft ermöglichen. Mit Angebotsvielfalt soll die Diversität der Zielgruppe berücksichtigt werden. Begleitete Mitbestimmung erhöht zusätzlich die Flexibilität.

Gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sowie das Freiraumangebot sollen Kommunikation und nachbarschaftliche Kontakte unterstützen. Ziel ist, dass Gemeinschaftseinrichtungen als temporär nutzbare „Wohnraumerweiterung“ für Kinderfeste und dgl. genützt werden können.

Zwtl.: Nutzungskonzepte für lebendige Erdgeschoßzonen

Entlang einer zentralen Achse sind Nahversorgung, Gastronomie, kleine Handels- und Dienstleistungseinrichtungen und ergänzende soziale Infrastruktur vorgesehen, für deren Organisation gezielt neue Konzepte erwartet werden.

 

Frei- und Grünraumversorgung

Mit der Oberen Alten Donau im Süden und dem Kirschblütenpark im Osten des Planungsgebiets ist eine ausreichende Versorgung mit Frei- und Grünräumen für die BewohnerInnen gewährleistet. Zusätzlich ist westlich des Projektgebiets in Nord-Süd-Richtung von der Donaufelder Straße bis zum Drygalskiweg ein durchgehender Grünzug geplant (Widmung SWW – Wald- und Wiesengürtel).

 

Erschließung und Mobilität

Das Planungsgebiet ist mit der U1 im Osten, der U6 im Westen und den Straßenbahnlinien 25 und 26 bereits jetzt gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Im Einklang mit der Smart City Rahmenstrategie und dem Stadtentwicklungsplan STEP 2025 sind verschiedenste Maßnahmen vorgesehen, die den Anteil des Fußgeher-, Radfahr- und öffentlichen Verkehrs stärken. Die größtenteils fußläufige Erschließung ist ein wesentliches Merkmal für den Charakter des neuen Stadtquartiers. Sie wird durch ein dichtes Netz an Fahrradwegen und eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ergänzt.

 

Soziale Infrastruktur – Stadtteilmanagement

Mit den als Spiel- und Aktivitätsflächen gestalteten Freiflächen, sowie einem Kindergarten mit 6 Gruppen ist ein großes Angebot an sozialen Treffpunkten im neuen Stadtquartier vorgesehen. Die Projektteams sind nun gefordert, weitere nachhaltige und soziale Konzepte zu entwickeln. Nordwestlich des Planungsgebietes befindet sich der Bildungscampus Donaufeld, östlich ein weiterer Bildungscampus in der Attemsgasse mit insgesamt 21 Kindergartengruppen und 30 Volksschulklassen - somit ist die Versorgung dieses Entwicklungsabschnittes mit Bildungseinrichtungen gesichert.

 

Quelle: APA OTS/ PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien

Wolfgang Zwander, Mediensprecherin StRin Kathrin Gaál ,

E-Mail: wolfgang.zwander@extern.wien.gv.at

Ab 2030 ist jeder Dritte auf altersgerechte Wohnung angewiesen.

Es sind nur noch zwölf Jahre bis etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung 65 Jahre und älter sein wird. Der Wunsch im Alter: Noch möglichst autark in den eigenen vier Wänden leben. Dennoch werden auch in der Gesellschaft die meisten von den Auswirkungen des demografischen Wandels überraschend erfasst.

 

 Die Lebenserwartung der Menschen steigt, ein hundertjähriger Geburtstag ist heute keine Seltenheit mehr. Hieraus ergibt sich für die Immobilienwirtschaft der Auftrag, Häuser und Wohnungen so zu konzipieren, dass sie individualisierbar sind und sich auch im Nachhinein an verändernde Bedarfe in späteren Lebensphasen mit zunehmend gesundheitlichen Beeinträchtigungen anpassen können.

 

 Auf dem Seniorenimmobilientag in Köln diskutierten rund 60 Experten die Auswirkungen des demografischen Wandels und aktuelle Entwicklungen bei Wohnformen für die ältere Generation. „Dreh- und Angelpunkt für lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden ist das Bad“, konstatierte Rolf Schettler, Vorsitzender des Arbeitskreises „Wohnen im Alter“ des BFW-Landesverbandes NRW. Solange man hier Anpassungen vornehmen könne, die den Bewohner bei nachlassender Mobilität unterstützen und häusliche Pflege ermöglichen, sei der Umzug in ein Pflegeheim vermeidbar. Im Neubau steigern zudem Wasch- und Abstellräume auf der jeweiligen Wohnebene den Komfort. Ein speziell für junge Menschen mit Pflegebedarf konzipiertes Wohnhaus präsentierte Stefan Hettwer von der Hettwer-Gruppe. Wer in noch jungen Jahren durch einen Motorradunfall auf tägliche Pflegeunterstützung angewiesen sei, müsse sein Leben völlig neu ausrichten. Ohne die Hilfe von Angehörigen und finanziellen Rücklagen sei der Weg in ein Pflegeheim oft der einzige Weg. Für diese Zielgruppe errichtet Hettwer Häuser in Form von Wohngemeinschaften. Technische Neuheiten wie „Alexa“ und eine moderne Wohnraumausstattung stünden hier im Vordergrund, so der Referent.

 

 Dass neben altersgerechtem Neubau auch die Anpassung des Wohnungsbestands eine große Rolle spielt, zeigt der Erfolg des KFW-Programms „Altersgerechter Umbau“. Die Fördermittel wurden 2017 bereits von 57 Million auf 75 Million Euro erhöht. „Dennoch sind die Fördermittel bereits zur Jahreshälfte aufgebraucht“, stellte Joachim Seeger, Ministerialrat im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eindrücklich fest.

 Die Bereitstellung altersgerechter Wohnungen ist in doppelter Hinsicht notwendig: Zum einen gilt es, möglichst vielen Menschen ein selbstbestimmtes Altern in Würde in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und einen Umzug in eine Pflegeeinrichtung zu vermeiden. Zum anderen sind altersgerechte Wohnungen und die Kombination mit speziellen Wohnkonzepten auch volkswirtschaftlich von erheblicher Bedeutung: Nach einer Prognos-Studie aus dem Jahr 2013 beläuft sich das Einsparpotenzial bei Sozial- und Pflegekassen auf 3 Milliarden Euro im Jahr, wenn nur 15% der pflegebedürftig werdenden Personen häuslich betreut werden können und der Heimaufenthalt vermieden oder aufgeschoben wird.

 

 Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und dem BFW-Landesverband NRW organisiert.

Quelle: BFW

Starkregen: Deutschland besser präparieren.

Deutschlands bisherige Regen-Bilanz im Juli: 131,2 Liter pro Quadratmeter in Offenbach, 154,7 in Hannover, 169,8 Liter in Berlin und sogar 180,7 Liter in Köln, gemessen vom Deutschen Wetterdienst. – Wassermassen, die Deutschland nicht will: Eine bessere Vorbereitung auf Starkregen hat die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ gefordert. Deutschland müsse sich besser präparieren – und das fange ganz unten an: beim Kanalsystem.

 

„Die Kanalisation ist ein drängendes Infrastrukturproblem. Rund 20 Prozent des Kanalsystems weisen mittlere bis starke Mängel auf. Es ist längst nicht mehr in der Lage, die immer häufiger und in immer größeren Mengen auftretenden Regenfälle – auch gerade wie jetzt im Sommer – zu schlucken. Die Folge: Immer wieder und immer öfter versinken Straßen und Keller im Hochwasser. Tiefgaragen werden in den Städten überflutet. Die Vorwarnzeiten sind bei Starkregen viel kürzer als beim Hochwasser von Flüssen. Leider sind dadurch auch immer wieder Menschenleben zu beklagen“, sagt Michael Hölker von der Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Der Klimawandel führe zu einem immer höheren Überflutungsrisiko. Deshalb müssten die Kanalsysteme gründlich inspiziert und deren Kapazitäten in weiten Teilen neu ausgelegt werden. Das Entwässerungssystem sei dringend zu optimieren. Ebenso sei ein integriertes Wassermanagement aus Hochwasserschutz und dem Management von Starkregenereignissen erforderlich, fordert die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Die Initiative hatte das Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr München mit einer Untersuchung von Ursachen, Gefahren und Risiken von Sturzfluten beauftragt. Titel der Studie: „Urbane Sturzfluten“. Insgesamt mahnen die Wissenschaftler dabei ein bundesweit effizienteres Regenwassermanagement mit Rückhalt, Versickerung und Verdunstung an.

 

Die Vorsorge fange allerdings schon bei einzelnen Gebäuden an: So müssten beispielsweise Kellereingänge, Lichtschächte und Grundstücksentwässerungsanlagen auf mehr Schutz vor Starkregen ausgerichtet werden. Die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ spricht sich zudem für eine bessere Vernetzung von Kommunen, Ländern und Bund beim Überflutungsschutz aus. Hierzu gehöre auch eine gründliche Analyse von Überflutungsgefährdungen mit einer aktiven Risiko-Kommunikation. Gerade in Siedlungsgebieten müsse es hierbei unbedingt eine ausreichende Anzahl von Niederschlagsmessstationen geben.

 

Die Initiative habe die drängenden Probleme bereits Ende letzten Jahres Fachpolitikern des Deutschen Bundestages ausgiebig geschildert und ihnen die Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der TU München zukommen lassen. „Passiert ist seitdem allerdings nichts. Dabei sehen wir die Verantwortung zu einem Großteil beim Bund. Er muss koordinieren, um alle betroffenen Regionen in Deutschland – mehr oder weniger – ‚starkregenfest‘ zu machen“, so Initiativen-Sprecher Michael Hölker, der auch Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) ist. Er fordert zudem, das Wasserhaushaltsgesetz dringend zu ergänzen: „Bislang hebt dies nur auf die Gefahren ab, die durch Hochwasser aus Gewässern entstehen. Die Gefahren, die von Starkregen ausgehen, fehlen im Wasserhaushaltsgesetz. Das muss der Bund dringend ändern“, fordert Hölker.

Quelle: Initiative Verantwortung Wasser und Umwelt

 

Link zur Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der Universität der Bundeswehr München: www.bdb-fh.de/bdb/downloads/Studie_Niederschlagswasserbehandlung_19_05_2016.pdf

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