Kranhäuser Rheinauhafen Köln (Foto Krolkiewicz)
Kranhäuser Rheinauhafen Köln (Foto Krolkiewicz)
WBW WohnBauWirtschaft Fachinformationen für Techniker der Baugenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Hausbau, Hausverwaltung, Bauunternehmen, Industrie und Handwerk
WBW WohnBauWirtschaft Fachinformationen für Techniker der Baugenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Hausbau, Hausverwaltung, Bauunternehmen, Industrie und Handwerk

Deutschland braucht einen Masterplan für den Miet- und Sozialwohnungsbau und für neues Bauland.

Deutschland baut – viel zu wenig. Es baut zu teuer. Und viel zu oft jwd. Das Wohnen ist längst für einen guten Teil der Bevölkerung zur alles entscheidenden sozialen Frage geworden, so das Fazit des 11. Wohnungsbau-Tages. Das Verbändebündnis Wohnungsbau, das den Branchengipfel veranstaltet, forderte deshalb am Donnerstag in Berlin einen „Masterplan für den sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau“. Ein wichtiger Punkt dabei sei die Bereitstellung von neuem Bauland. Das Angebot an Grundstücken, die aktuell und in den kommenden Jahren auf den Markt kommen, werde zunehmend rarer. Fehlendes Bauland und steigende Grundstückspreise – über kurz oder lang drohe hier sogar eine „Austrocknung des Marktes“.

 

Bundesweit werde im sozialen Wohnungsbau aktuell lediglich ein Drittel von dem gebaut, was tatsächlich an neuen Sozialmietwohnungen – nämlich 80.000 pro Jahr – nötig sei. In dem Thema liege ein ungeheurer sozialer Sprengstoff. Zudem müsse ein neues Wohnungsbaukonzept auch den bezahlbaren Wohnungsbau deutlich stärker in den Fokus rücken, der – ebenso wie der Bau von Sozialmietwohnungen – entscheidend für das soziale Klima im Land sei. „Das Problem des bezahlbaren Wohnens ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, so das Verbändebündnis Wohnungsbau. Es hält den Neubau von mindestens 60.000 bezahlbaren Mietwohnungen pro Jahr für dringend erforderlich. Nur gut die Hälfte (55 Prozent) davon werde derzeit aber tatsächlich gebaut.

 

Strategie für bezahlbaren Sozialwohnungsbau notwendig!

Beim sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau müssten gerade der Bund und die Länder „schnell eine Strategie entwickeln und finanziell enorm nachlegen“. Und auch grundsätzlich dürfe es „nicht länger eine Wohnungsbaupolitik kurzfristiger Investitionsprogramme nach Haushalts- bzw. Kassenlage geben“.

Die Brisanz, die hinter der Wohnungsknappheit steckt, macht eine aktuelle Studie deutlich, die das Prognos-Institut auf dem Wohnungsbau-Tag präsentierte. Unter dem Titel „Wer baut Deutschland?“ machen die Wissenschaftler darin eine „Inventur zum Bauen und Wohnen 2019“.

 

Gerade in den gut 40 Städten, in denen die Lage auf den Wohnungsmärkten am angespanntesten ist, findet insgesamt zu wenig Wohnungsneubau statt, so das Prognos-Institut. Er verlagere sich ins Umland, bei Boomstädten in die Speckgürtel. Dies wiederum habe erhebliche Folgen für die Mobilität. Der Pendlerverkehr wachse weiter an. Das Verbändebündnis Wohnungsbau fordert daher von den Kommunen, den ÖPNV deutlich auszubauen.

 

Eine weitere Folge des Wohnungsmangels hat, so die Studie, unmittelbare Auswirkungen auf die Quantität und Qualität des Wohnens selbst: Die neu gebauten Wohnungen werden kleiner. So sei die durchschnittliche Wohnfläche je Neubauwohnung in den letzten sechs Jahren um rund elf Quadratmeter zurückgegangen – ein Minus von zehn Prozent.

Zudem werde die Luft für private Investoren und Projektentwickler, Wohnraum noch bezahlbar und rentabel zu bauen, immer dünner. Schuld daran seien die Preistreiber des Wohnungsbaus – allen voran hohe Grundstückskosten.

 

Das Prognos-Institut weist in seiner Studie nach, dass teurer werdende Baugrundstücke die Mieten erheblich nach oben treiben. Allein durch die Erhöhung der Geschossflächenzahl – also durch das Verdichten, das „Wachsen von Gebäuden nach oben“ – sei es insbesondere in Boomstädten möglich, den Anstieg der Mieten im Neubau zum Teil erheblich zu bremsen.

 

Bauwirtschaft fordert Rahmenbedingungen.

Ein entscheidender Engpass sei auch die Kapazität auf dem Bau: „Die Bauwirtschaft hat ihre Kapazitäten schon wieder deutlich aufgebaut. Für weitere Anpassungen braucht es nachhaltige Rahmenbedingungen. Befristete politische Maßnahmen bieten zu wenig Investitionssicherheit“, so das Verbändebündnis. Nur mit dieser Perspektive könne die Bauwirtschaft dauerhaft zusätzliche Kapazitäten aufbauen und damit das Niveau der Bautätigkeit nachhaltig sichern.

Auch das Prognos-Institut fordert in seiner Studie mehr Verlässlichkeit bei wohnungsbaupolitischen Instrumenten und beim Förderrahmen. Temporäre Impulse – wie das von der GroKo eingeführte Baukindergeld oder die lange diskutierte, immer noch nicht eingeführte Sonder-AfA auf Zeit für den Mietwohnungsbau – seien nicht geeignet, um mittel- bis langfristig die Kapazitäten zu erreichen, die der Wohnungsbau dringend brauche.

 

Das Verbändebündnis Wohnungsbau übte auf dem Wohnungsbau-Tag scharfe Kritik an Bund, Ländern und Kommunen: „Es passiert auf allen drei Ebenen viel zu wenig. Der Wohnungsbau kommt nur schleppend voran, weil ein beherztes politisches Zupacken fehlt.“ Dazu gehörten bei Bund und Ländern vor allem auch eine deutliche Entschlackung der Bauvorschriften und bei den Kommunen zügigere Genehmigungsverfahren durch mehr Personal und Digitalisierung in den Baubehörden.

 

Auch die Wissenschaftler vom Prognos-Institut schreiben der Politik klare Forderungen ins Stammbuch: „Bei neuen Maßnahmen, Gesetzen oder Förderungen sollte nicht die kurzfristige Perspektive der kommenden zwei bis vier Jahre im Fokus stehen.“ Notwendig sei vielmehr ein strategischer Blick darauf, was für die Wohnungsmärkte mittel- bis langfristig erforderlich ist. Der Wohnungsbau-Tag forderte eine Wohnungsbau-Strategie mit Perspektive und keine „politische Fahrt auf Sicht – von einem Wahltermin zum anderen“.

 

Verbändebündnis Wohnungsbau

Die Prognos-Studie wurde vom Verbändebündnis Wohnungsbau beauftragt. In dem Bündnis haben sich sieben Organisationen und Verbände der Bau- und Immobilienbranche zusammengeschlossen – darunter der Deutsche Mieterbund (DMB) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Ebenso der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM). Ihr gemeinsames Ziel: mehr Neubau für ein gutes und bezahlbares Wohnen in Deutschland.

http://www.wohnungsbau-tag.de/

Quelle: Prognos AG

Fenstereinbau (Foto Renson)

Ruhiges Wohnen in zentraler Lage.

Mietwohnungen in guter zentraler Lage sind gefragt. Die kurzen Wege für alltägliche

Erledigungen werden allerdings oft auch mit einem erhöhten Lärmpegel erkauft. Dann werden die Fenster geschlossen und die Luftfeuchtigkeit als auch der CO2-Gehalt in der Raumluft steigen. „Dicke Luft“ und Schimmel sind nicht selten die Folge. Weil diese Zusammenhänge dem Bauherren, der selbst im SHK-Sektor tätig ist, bekannt sind, entschied er sich bei seiner Investition in ein Mehrfamilienhaus in Hückelhoven für Lüftungssysteme von Renson.

 

Lüftung mit Lärmschutz: Die Lärmbelastung in Hückelhoven ist im Prinzip nicht groß. Doch das Jugendheim und der Kindergarten nebenan, das Gemeindezentrum

gegenüber oder selbst die einzelnen Autos, die auf der nahen Straße vorbeifahren,

können zum falschen Zeitpunkt als störend empfunden werden. Dann ist es überaus

komfortabel, wenn man die Fenster schließen kann und dennoch per Lüftungsanlage

frische und wohltemperierte Luft einströmt. Damit das wie gewünscht funktioniert, bietet dass hier eingesetzte Lüftungssystem Endura Twist von Renson einen Schallschutz, der dem eines geschlossenen Fensters mit Zwei- oder gar Dreischeibenverglasung entspricht. Vom Lärm ist damit fast nichts mehr zu hören und die Mücken bleiben auch draußen. Zusätzliche Filter sorgen zudem für saubere Luft.

 

Nächtliche Kühlung mittels Bypass-Funktion: Ein solches System kann, je nach

Größe, Wunsch oder berechnetem Bedarf, zwischen 14 und 81 m³ Luft pro Fenster und Stunde tauschen (im Boost-Modus bis 162 m³) und dabei bis zu 80% der

Wärmeenergie zurückgewinnen. In heißen Sommermonaten können mehrere in einer Wohnung verbaute Endura Twist auf „Durchzug“ geschaltet werden und so, intelligent von Temperatursensoren gesteuert, eine intensive Nachtauskühlung bewirken. Auf diese Weise ergänzt die intelligente Lüftung eine Klimaanlage und spart Energie ein.

 

Wirkungsvolle Alternative: Der Bauherr schrieb ursprünglich eine Fenster-

Systemlösung aus Fenster und Lüftung eines bestimmten Herstellers aus. Auch das

Bauelemente Zentrum in Hamminkeln, gegründet 2006 von Ludger Maibom bewarb

sich um den Auftrag. Das Unternehmen konnte jedoch die gewünschte Lösung nicht

anbieten, weil es das ursprünglich ausgeschriebene System nicht vertreibt. Eine

Alternative musste her. Sebastian Terhorst, Vertriebsleiter bei BZ Bauelemente, sah

Endura Twist auf der letzten Bau-Messe in München. Das vielseitige System

überzeugte ihn. Terhorst: “Es kann auf jedes beliebige Fenster in bis zu sechs

Leistungsstufen montiert werden, dazu senkrecht, waagerecht, mit einfacher Steuerung oder intelligenter Push- und Pull-Funktion.“ Die Alternative überzeugte.

Das Unternehmen baute schließlich die Lüftung in drei Varianten: 750 mm und 2000

mm lang, seitlich vertikal an Fenster bei oben liegenden Rollladenkästen und

1100 mm lang waagerecht über Fenster/Terrassentüren ohne Rollladenkasten. Im Standard wurden pro Wohnung zwei Lüftungen verbaut. Eckwohnungen erhielten drei Lüftungseinheiten. Ein zentrales Touch-Display mit CO2-Sensor steuert die Lüftungen drahtlos über Hochfrequenz. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Lüftungen in ein Gebäudemanagementsystem zu integrieren und damit auch über das Internet zu steuern. Auf Wunsch können, zum Beispiel für Allergiker, Filter eingebaut werden.

Die Montage der Lüftungselemente auf dem Fensterrahmen entspricht der eines

Rollladenkastens. Gleiches gilt beim Einbau vor Ort. Zu beachten ist lediglich, dass der seitliche Auslass, je nach Montage in Laibung oder im Sturz, einen Rückschnitt Im WDVS oder in einer Verblendschale von etwa 20 mm benötigt.

 

BAUTAFEL: Neubau eines barrierefreien Mehrfamilienwohnhauses

mit 15 Wohneinheiten / Seniorenwohnungen, 44 m² bis 92 m² Wohnfläche;

Bauherr: Frank Hummen, Sanitär-Heizungsinstallation, Hückelhoven;

Architekt: planungsbüro esser + krings gbr, Düsseldorf;

Fensterbau: BZ Bauelemente-Zentrum GmbH, Hamminkeln;

Lüftungssystem: Endura Twist, Renson Ventilation NV,

Maalbeekstraat 10, B-8790, Waregem;

 

Quellen: Dipl.-Ing. Gerard Halama; 

Renson; https://www.renson.de

Wohnbau in Wien: „An der Schanze“ entsteht hochattraktiver neuer Stadtteil für 3.300 WienerInnen.

Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal freut sich über einen kommenden Höhepunkt der Wiener Qualitätsoffensive für leistbaren und lebenswerten Wohnraum: „Ab 2021 entsteht ‚An der Schanze‘ in Floridsdorf geförderter Wohnraum für rund 3.300 Wienerinnen und Wiener – mit belebten Erdgeschoßzonen, modernsten Infrastruktur-Konzepten, einem angrenzenden Bildungscampus und einem großen Schwerpunkt für Alleinerziehende.“

Auf einem Areal im Südosten von Floridsdorf wird auf zehn Bauplätzen mit insgesamt 71.400 m² bis 2023 ein neuer Stadtteil mit rund 1.500 Wohnungen entstehen. Im Rahmen der IBA_Wien (Internationale Bauausstellung) sollen unter dem Titel „Neues Soziales Wohnen“ neue Modelle des Wohnens erprobt werden und ein aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadt geleistet werden. Zur Förderung der sozialen Teilhabe alleinerziehender Menschen werden konkrete Vorschläge erwartet, die zu einem Aufbau sozialer Netze und zur Förderung nachbarschaftlicher Kontakte beitragen. Eine funktionierende Erdgeschoßzone wird dafür wesentliche Beiträge leisten können.

Der kürzlich gestartete und vom wohnfonds-wien, fonds für wohnbau und stadterneuerung in Kooperation mit der IBA Wien organisierte Bauträgerwettbewerb ist Teil der Wohnbau-Offensive 2018‒2020. In einem Bauträgerwettbewerb werden die Grundlagen für ein neues, lebendiges Stadtquartier mit hoher Wohnqualität und urbanem Charakter gelegt. Ein Drittel der Wohneinheiten werden als besonders günstige SMART-Wohnungen in der Rechtsform Miete errichtet.

 

Angebote für Alleinerziehende

Teil der Aufgabenstellung sind Realisierungskonzepte, die sich mit den Bedürfnissen der wachsenden Gruppe der Alleinerziehenden auseinandersetzen. Raumkonzepte mit privaten Bereichen bzw. mit eigenständigen Wohneinheiten in Kombination mit gemeinschaftlichen Nutzungsbereichen sollen sowohl Rückzug als auch unterstützende Gemeinschaft ermöglichen. Mit Angebotsvielfalt soll die Diversität der Zielgruppe berücksichtigt werden. Begleitete Mitbestimmung erhöht zusätzlich die Flexibilität.

Gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sowie das Freiraumangebot sollen Kommunikation und nachbarschaftliche Kontakte unterstützen. Ziel ist, dass Gemeinschaftseinrichtungen als temporär nutzbare „Wohnraumerweiterung“ für Kinderfeste und dgl. genützt werden können.

Zwtl.: Nutzungskonzepte für lebendige Erdgeschoßzonen

Entlang einer zentralen Achse sind Nahversorgung, Gastronomie, kleine Handels- und Dienstleistungseinrichtungen und ergänzende soziale Infrastruktur vorgesehen, für deren Organisation gezielt neue Konzepte erwartet werden.

 

Frei- und Grünraumversorgung

Mit der Oberen Alten Donau im Süden und dem Kirschblütenpark im Osten des Planungsgebiets ist eine ausreichende Versorgung mit Frei- und Grünräumen für die BewohnerInnen gewährleistet. Zusätzlich ist westlich des Projektgebiets in Nord-Süd-Richtung von der Donaufelder Straße bis zum Drygalskiweg ein durchgehender Grünzug geplant (Widmung SWW – Wald- und Wiesengürtel).

 

Erschließung und Mobilität

Das Planungsgebiet ist mit der U1 im Osten, der U6 im Westen und den Straßenbahnlinien 25 und 26 bereits jetzt gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Im Einklang mit der Smart City Rahmenstrategie und dem Stadtentwicklungsplan STEP 2025 sind verschiedenste Maßnahmen vorgesehen, die den Anteil des Fußgeher-, Radfahr- und öffentlichen Verkehrs stärken. Die größtenteils fußläufige Erschließung ist ein wesentliches Merkmal für den Charakter des neuen Stadtquartiers. Sie wird durch ein dichtes Netz an Fahrradwegen und eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ergänzt.

 

Soziale Infrastruktur – Stadtteilmanagement

Mit den als Spiel- und Aktivitätsflächen gestalteten Freiflächen, sowie einem Kindergarten mit 6 Gruppen ist ein großes Angebot an sozialen Treffpunkten im neuen Stadtquartier vorgesehen. Die Projektteams sind nun gefordert, weitere nachhaltige und soziale Konzepte zu entwickeln. Nordwestlich des Planungsgebietes befindet sich der Bildungscampus Donaufeld, östlich ein weiterer Bildungscampus in der Attemsgasse mit insgesamt 21 Kindergartengruppen und 30 Volksschulklassen - somit ist die Versorgung dieses Entwicklungsabschnittes mit Bildungseinrichtungen gesichert.

 

Quelle: APA OTS/ PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien

Wolfgang Zwander, Mediensprecherin StRin Kathrin Gaál ,

E-Mail: wolfgang.zwander@extern.wien.gv.at

GAG investiert 150 Millionen Euro in Chorweiler

Neue Landesförderung ermöglicht nun auch energetische Modernisierung

Dank einer Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 110 Millionen Euro ist die GAG Immobilien AG nun in der Lage, im Zentrum von Chorweiler auch eine energetische Modernisierung ihrer Bestände durchzuführen. Insgesamt investiert Kölns größte Vermieterin in den kommenden Jahren etwa 150 Millionen Euro in die rund 1.200 vormals zwangsverwalteten Wohnungen.

 

„Damit können wir auch den drängendsten Wunsch der Mieterinnen und Mieter nach

neuen Fenstern erfüllen“, freute sich GAG-Vorstand Kathrin Möller über die Entwicklung. „Die bereits erzielten Fortschritte und die jetzt möglichen Verbesserungen zeigen, wie wichtig und richtig die Entscheidung zur Übernahme damals war. Die GAG betreibt in Chorweiler Quartiersentwicklung im besten Sinne“, betonte der GAG-Aufsichtsratsvorsitzende Jochen Ott.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Heute ist ein guter Tag für Chorweiler. Die GAG hat heute einen großen Schritt für Chorweiler getan! Die Stadt Köln widmet sich ihrerseits im Rahmen des Bundesförderprojektes, Lebenswertes Chorweiler‘ der Neugestaltung und städtebaulichen Aufwertung der drei wichtigsten öffentlichen Plätze – der Liverpooler, des Pariser und des Lyoner Platzes – und schafft damit einen echten, Vorzeiger‘. Insgesamt werden wir hier 12,6 Millionen Euro

investieren. Fünf Millionen Euro Förderung erhalten wir hierfür vom Bund.“

 

Aufgrund der neuen Wohnungsbauförderungsbestimmungen (WFB) und der ebenfalls neuen Modernisierungsrichtlinie (RL Mod) des Landes Nordrhein-Westfalen erhält die GAG Landesmittel zu sehr günstigen Konditionen. Dadurch lässt sich eine umfangreiche Modernisierung einschließlich einer energetischen Erneuerung wirtschaftlich durchführen. Die Mieten für die Bewohnerinnen und Bewohner werden dabei nur leicht angehoben und bleiben mit 6,60 Euro/m2 zunächst sogar unterhalb der förderrechtlich zulässigen Mietobergrenze von derzeit 6,80 Euro/m2. Die neue

Landesförderung, die daraus resultierenden Maßnahmen und deren Umsetzung wurden zwischen der GAG, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW sowie der Stadt Köln abgestimmt. Die Förderdarlehen werden durch die NRW.BANK gewährt.

 

Für die Wohnungen an der Stockholmer Allee, der Osloer Straße und der Florenzer Straße bedeutet das, dass neben der schon begonnenen und weiterhin laufenden Instandsetzung auch die Fenster ausgetauscht, die Fassaden gedämmt und verschönert, die Hauseingänge erneuert und Barrieren abgebaut werden. Ebenfalls aufgewertet werden die Außenflächen an den Beständen, u. a. durch die

Erneuerung eines öffentlichen Spielplatzes und eine Soccer Cage-Anlage. „Nach der endgültigen Förderzusage und der Zustimmung des GAG-Aufsichtsrates können wir nun mit den umfangreichen Planungsarbeiten beginnen“, erklärte Kathrin Möller. Insgesamt werden die Arbeiten an und in den Beständen voraussichtlich bis 2028 andauern. Im August 2016 hat die GAG Immobilien AG die vormals zwangsverwalteten Wohnungen übernommen und mit dem Abbau des Instandhaltungsstaus begonnen. Um die Mieten auf einem verträglichen Niveau zu halten, konnten bislang jedoch nur die unmittelbar wichtigsten Arbeiten

durchgeführt werden. Ein Quartierszentrum vor Ort und soziale Maßnahmen ergänzen das Engagement der GAG im Stadtteil. „Mit der neuen Förderung und den daraus resultierenden Möglichkeiten schaffen wir in Chorweiler zeitgemäßen und vor allem weiterhin bezahlbaren Wohnraum. Das ist ein starker Impuls, der dem Quartier insgesamt guttut“, so der GAG-Vorstandsvorsitzende Uwe Eichner.

Quelle: GAG Immobilien AG

Mietrechtsreform 2019

Mietrechtsanpassungsgesetz: Darum geht es

Nach den bisherigen Regeln zur Mietpreisbremse darf eine Miete bei Neuvermietung einer Wohnung nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel liegen. Dies gilt zumindest in Gebieten, in denen es eine gültige Verordnung über die Mietpreisbremse vonseiten des Bundeslandes gibt. Die Vorschrift hat sich jedoch als wenig wirkungsvoll erwiesen. Eine Reihe neuer Regelungen soll das nun ändern. Sie gelten auch für Mieterhöhungen aufgrund einer Modernisierung. Zudem müssen Vermieter Mietinteressenten umfangreicher informieren. Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), fasst die wichtigsten Änderungen zusammen und erklärt, was sie für Mieter und Vermieter bedeuten.

 

Welche neuen Rechte bringen die Neuregelungen für Mieter?

Die Mietpreisbremse hat unter anderem deshalb nicht den erhofften Erfolg, weil Mietinteressenten und Mieter oft gar nicht die nötigen Informationen haben, um sich zu wehren. Denn sie kennen meist weder die vorherige Miete noch wissen sie, ob der Vermieter irgendwelche gesetzlich zulässigen Gründe hat, die Grenzen der Mietpreisbremse zu überschreiten. „Daher sind Vermieter ab Januar dazu verpflichtet, Mietinteressenten vor Vertragsabschluss unaufgefordert die Höhe der alten Miete zu nennen und sie zu informieren, wenn sie eine Ausnahme von der Mietpreisbremse in Anspruch nehmen wollen“, erklärt Rassat. So dürfen Vermieter zum Beispiel die Höchstbeträge überschreiten, wenn bereits die Vormieter eine höhere Miete gezahlt haben. Ohne rechtzeitige Aufklärung der Mietinteressanten dürfen sie sich aber nicht auf die Ausnahme berufen. Oft genug kommen Mietern allerdings erst dann Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihrer Miete, wenn sie den Vertrag schon unterschrieben haben. Auch hier bringt die Reform Verbesserungen. „Für Mieter ist es ab dem neuen Jahr einfacher, gegen eine überhöhte Miete vorzugehen“, so die D.A.S. Expertin. „Sie können diese nun in Form einer einfachen Mitteilung rügen, ohne erklären zu müssen, warum die Miete zu hoch angesetzt ist. Die Rüge ist an den Vermieter zu richten. Ausreichend ist ein kurzes Schreiben, aus dem hervorgeht, dass der Mieter die Missachtung der Mietpreisbremse beanstandet.“ Ein Schreiben per E-Mail ist zwar erlaubt. Allerdings empfiehlt sich aus Beweisgründen ein Brief, versendet optimalerweise per Einschreiben. Überschreitet die Miete dann tatsächlich den gesetzlich zulässigen Betrag, haben die Mieter einen Anspruch auf Rückzahlung des zu viel gezahlten Teils.

 

Was ändert sich bei der Modernisierung von Wohnungen?

Bei Modernisierungsmaßnahmen konnten Vermieter bisher 11 Prozent der Kosten dauerhaft auf die Miete aufschlagen. Dieser Satz verringert sich nun auf acht Prozent. Die Regelung gilt bundesweit, allerdings zunächst nur für fünf Jahre. „Neu ist, dass es jetzt bei Mieterhöhungen nach Modernisierung eine Kappungsgrenze gibt“, erklärt die D.A.S. Expertin. „Das bedeutet: Die Miete darf innerhalb von sechs Jahren um nicht mehr als drei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche steigen.“ Beträgt die monatliche Miete vor der Mieterhöhung weniger als sieben Euro pro Quadratmeter, darf der Vermieter sie sogar nur um maximal zwei Euro je Quadratmeter erhöhen.

 

Wie will der Gesetzgeber das „Herausmodernisieren“ bekämpfen?

In der Vergangenheit kam es vor, dass Immobilienbesitzer Mieter mittels Ankündigung umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen zu einer Kündigung bewegen wollten. Dieses sogenannte „Herausmodernisieren“ ist künftig eine Ordnungswidrigkeit, bei der Vermietern ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro droht. Die Rechtsexpertin kommentiert: „Ein solches Herausmodernisieren kann zum Beispiel dann vorliegen, wenn sich die neue Miete gegenüber der alten mindestens verdoppelt. Der Vermieter kann sich von diesem Verdacht allerdings befreien, indem er andere Gründe für die Miethöhe vorlegt.“

 

Ab wann gilt das Gesetz?

Die neuen Regelungen haben den Bundesrat am 14. Dezember 2018 passiert. Nach der Unterschrift durch den Bundespräsidenten wurden sie am 21. Dezember 2018 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und treten am 1. Januar 2019 in Kraft. Die Änderungen finden sich im Mietrechtsteil des Bürgerlichen Gesetzbuches. (Mietrechtsanpassungsgesetz (MietAnpG)

Quelle: D.A.S

Ab 2030 ist jeder Dritte auf altersgerechte Wohnung angewiesen.

Es sind nur noch zwölf Jahre bis etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung 65 Jahre und älter sein wird. Der Wunsch im Alter: Noch möglichst autark in den eigenen vier Wänden leben. Dennoch werden auch in der Gesellschaft die meisten von den Auswirkungen des demografischen Wandels überraschend erfasst.

 

 Die Lebenserwartung der Menschen steigt, ein hundertjähriger Geburtstag ist heute keine Seltenheit mehr. Hieraus ergibt sich für die Immobilienwirtschaft der Auftrag, Häuser und Wohnungen so zu konzipieren, dass sie individualisierbar sind und sich auch im Nachhinein an verändernde Bedarfe in späteren Lebensphasen mit zunehmend gesundheitlichen Beeinträchtigungen anpassen können.

 

 Auf dem Seniorenimmobilientag in Köln diskutierten rund 60 Experten die Auswirkungen des demografischen Wandels und aktuelle Entwicklungen bei Wohnformen für die ältere Generation. „Dreh- und Angelpunkt für lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden ist das Bad“, konstatierte Rolf Schettler, Vorsitzender des Arbeitskreises „Wohnen im Alter“ des BFW-Landesverbandes NRW. Solange man hier Anpassungen vornehmen könne, die den Bewohner bei nachlassender Mobilität unterstützen und häusliche Pflege ermöglichen, sei der Umzug in ein Pflegeheim vermeidbar. Im Neubau steigern zudem Wasch- und Abstellräume auf der jeweiligen Wohnebene den Komfort. Ein speziell für junge Menschen mit Pflegebedarf konzipiertes Wohnhaus präsentierte Stefan Hettwer von der Hettwer-Gruppe. Wer in noch jungen Jahren durch einen Motorradunfall auf tägliche Pflegeunterstützung angewiesen sei, müsse sein Leben völlig neu ausrichten. Ohne die Hilfe von Angehörigen und finanziellen Rücklagen sei der Weg in ein Pflegeheim oft der einzige Weg. Für diese Zielgruppe errichtet Hettwer Häuser in Form von Wohngemeinschaften. Technische Neuheiten wie „Alexa“ und eine moderne Wohnraumausstattung stünden hier im Vordergrund, so der Referent.

 

 Dass neben altersgerechtem Neubau auch die Anpassung des Wohnungsbestands eine große Rolle spielt, zeigt der Erfolg des KFW-Programms „Altersgerechter Umbau“. Die Fördermittel wurden 2017 bereits von 57 Million auf 75 Million Euro erhöht. „Dennoch sind die Fördermittel bereits zur Jahreshälfte aufgebraucht“, stellte Joachim Seeger, Ministerialrat im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eindrücklich fest.

 Die Bereitstellung altersgerechter Wohnungen ist in doppelter Hinsicht notwendig: Zum einen gilt es, möglichst vielen Menschen ein selbstbestimmtes Altern in Würde in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und einen Umzug in eine Pflegeeinrichtung zu vermeiden. Zum anderen sind altersgerechte Wohnungen und die Kombination mit speziellen Wohnkonzepten auch volkswirtschaftlich von erheblicher Bedeutung: Nach einer Prognos-Studie aus dem Jahr 2013 beläuft sich das Einsparpotenzial bei Sozial- und Pflegekassen auf 3 Milliarden Euro im Jahr, wenn nur 15% der pflegebedürftig werdenden Personen häuslich betreut werden können und der Heimaufenthalt vermieden oder aufgeschoben wird.

 

 Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und dem BFW-Landesverband NRW organisiert.

Quelle: BFW

Starkregen: Deutschland besser präparieren.

Deutschlands bisherige Regen-Bilanz im Juli: 131,2 Liter pro Quadratmeter in Offenbach, 154,7 in Hannover, 169,8 Liter in Berlin und sogar 180,7 Liter in Köln, gemessen vom Deutschen Wetterdienst. – Wassermassen, die Deutschland nicht will: Eine bessere Vorbereitung auf Starkregen hat die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ gefordert. Deutschland müsse sich besser präparieren – und das fange ganz unten an: beim Kanalsystem.

 

„Die Kanalisation ist ein drängendes Infrastrukturproblem. Rund 20 Prozent des Kanalsystems weisen mittlere bis starke Mängel auf. Es ist längst nicht mehr in der Lage, die immer häufiger und in immer größeren Mengen auftretenden Regenfälle – auch gerade wie jetzt im Sommer – zu schlucken. Die Folge: Immer wieder und immer öfter versinken Straßen und Keller im Hochwasser. Tiefgaragen werden in den Städten überflutet. Die Vorwarnzeiten sind bei Starkregen viel kürzer als beim Hochwasser von Flüssen. Leider sind dadurch auch immer wieder Menschenleben zu beklagen“, sagt Michael Hölker von der Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Der Klimawandel führe zu einem immer höheren Überflutungsrisiko. Deshalb müssten die Kanalsysteme gründlich inspiziert und deren Kapazitäten in weiten Teilen neu ausgelegt werden. Das Entwässerungssystem sei dringend zu optimieren. Ebenso sei ein integriertes Wassermanagement aus Hochwasserschutz und dem Management von Starkregenereignissen erforderlich, fordert die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Die Initiative hatte das Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr München mit einer Untersuchung von Ursachen, Gefahren und Risiken von Sturzfluten beauftragt. Titel der Studie: „Urbane Sturzfluten“. Insgesamt mahnen die Wissenschaftler dabei ein bundesweit effizienteres Regenwassermanagement mit Rückhalt, Versickerung und Verdunstung an.

 

Die Vorsorge fange allerdings schon bei einzelnen Gebäuden an: So müssten beispielsweise Kellereingänge, Lichtschächte und Grundstücksentwässerungsanlagen auf mehr Schutz vor Starkregen ausgerichtet werden. Die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ spricht sich zudem für eine bessere Vernetzung von Kommunen, Ländern und Bund beim Überflutungsschutz aus. Hierzu gehöre auch eine gründliche Analyse von Überflutungsgefährdungen mit einer aktiven Risiko-Kommunikation. Gerade in Siedlungsgebieten müsse es hierbei unbedingt eine ausreichende Anzahl von Niederschlagsmessstationen geben.

 

Die Initiative habe die drängenden Probleme bereits Ende letzten Jahres Fachpolitikern des Deutschen Bundestages ausgiebig geschildert und ihnen die Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der TU München zukommen lassen. „Passiert ist seitdem allerdings nichts. Dabei sehen wir die Verantwortung zu einem Großteil beim Bund. Er muss koordinieren, um alle betroffenen Regionen in Deutschland – mehr oder weniger – ‚starkregenfest‘ zu machen“, so Initiativen-Sprecher Michael Hölker, der auch Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) ist. Er fordert zudem, das Wasserhaushaltsgesetz dringend zu ergänzen: „Bislang hebt dies nur auf die Gefahren ab, die durch Hochwasser aus Gewässern entstehen. Die Gefahren, die von Starkregen ausgehen, fehlen im Wasserhaushaltsgesetz. Das muss der Bund dringend ändern“, fordert Hölker.

Quelle: Initiative Verantwortung Wasser und Umwelt

 

Link zur Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der Universität der Bundeswehr München: www.bdb-fh.de/bdb/downloads/Studie_Niederschlagswasserbehandlung_19_05_2016.pdf

Ihre Formularnachricht wurde erfolgreich versendet.

Sie haben folgende Daten eingegeben:

Kontaktformular

Bitte korrigieren Sie Ihre Eingaben in den folgenden Feldern:
Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Hinweis: Felder, die mit * bezeichnet sind, sind Pflichtfelder.