Kranhäuser Rheinauhafen Köln (Foto Krolkiewicz)
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WohnBauWirtschaft WBW Fachmagazin Wohnungswirtschaft, Immobilienwirtschaft, Energie, Baustoffe, Bautechnik, Hausbau, Umwelt, Fassade, Dach, Breitband, Software, TGA, IT
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DDIV startet erneut große Jahresumfrage 2019.

Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) ruft Immobilienverwaltungen bundesweit zur Teilnahme an der größten und wichtigsten Branchenumfrage auf. Das 7. DDIV-Branchenbarometer thematisiert neben Verwaltervergütung, Kostenstruktur und Sanierungsmaßnahmen auch die Mitarbeiter- und Unternehmensentwicklung.

Hat sich der alarmierende negative Trend bei energetischen Sanierungen in Eigentümergemeinschaften verschärft? Welche Entwicklungen gibt es bei Mieterstromprojekten, altersgerechtem Umbau und Fragen der Elektromobilität? Wie entwickelten sich Vergütung und Umsatz von Immobilienverwaltungen, und welche Zukunftsperspektiven sehen die Unternehmen? Diese und weitere Fragestellungen will das diesjährige Branchenbarometer https://ddiv.de/hp103739/7-DDIV-Branchenbarometer.htm beantworten.

Zudem erhebt die Umfrage u.a. Daten zum anorganischen Wachstum von Immobilienverwaltungen, möglichen Akquisemaßnahmen und wie sich rechtliche Auseinandersetzungen gestalten. Auch die Personalentwicklung in Immobilienverwaltungen wird detailliert beleuchtet.

 

Neu in diesem Jahr: Ergebnisse nur für Teilnehmer kostenfrei

„Das DDIV-Branchenbarometer ist der wichtigste Indikator zum Abgleich betriebswirtschaftlicher Kennzahlen unserer Branche. Allerdings stellen wir fest, dass es immer mehr Trittbettfahrer gibt, die diese Daten nutzen. Das kann nicht im Interesse der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen sein. Deshalb erhalten künftig nur noch teilnehmende Unternehmen die Ergebnisse kostenfrei – auch vor dem Hintergrund, dass wir dieses Engagement honorieren möchten”, erläutert DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler. Bereits seit 2013 stellt der DDIV mit dem Branchenbarometer Unternehmen, Politik und Medien wichtige Kennzahlen zur Verfügung. Im vergangenen Jahr nahmen 476 Unternehmen an der Umfrage teil.

Der Fragebogen kann ausschließlich online unter » www.ddiv.de/branchenbarometer bis zum 29. März 2019 ausgefüllt werden. Die Umfrage nimmt rund 25 Minuten in Anspruch. Alle Daten werden anonymisiert erhoben und nur im Rahmen der Umfrage ausgewertet. Unter allen Teilnehmern verlost der DDIV drei Kompakttickets für den 27. Deutschen Verwaltertag am 12. und 13. September 2019.

Quell: DDIV https://www.ddiv.de

Umfrage: GAG gehört zu den fairsten Wohnungsunternehmen Deutschlands

Kölns größte Vermieterin, die GAG Immobilien AG, gehört zu den fairsten Wohnungsunternehmen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die die Fairness von Wohnungsunternehmen untersuchte und die die Zeitschrift Focus Money in ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlicht hat. Befragt wurden Mieterinnen und Mieter von 21 größeren Wohnungsunternehmen und um Einschätzungen in den Bereichen Kundenbindung, Wohnungsvermittlung, Mieterbetreuung und Mieterservice, Mietkosten, Wohnobjekt- und

Umfeldgestaltung sowie Nachhaltigkeit gebeten. In allen Bereichen schnitt die GAG mit einem überdurchschnittlichen „Gut“ ab.

 

„Das ist ein hervorragender Start ins neue Jahr“, freute sich der GAG-Vorstandsvorsitzende Uwe Eichner über die gute Nachricht. „Das tolle Ergebnis spiegelt den Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider, für die die Mieterinnen und Mieter im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen. Wohnen bei der GAG ist eben mehr als ein Dach über dem Kopf.“

Quelle: GAG Immobilien AG, Köln https://www.gag-koeln.de

Mietrechtsreform 2019

Mietrechtsanpassungsgesetz: Darum geht es

Nach den bisherigen Regeln zur Mietpreisbremse darf eine Miete bei Neuvermietung einer Wohnung nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel liegen. Dies gilt zumindest in Gebieten, in denen es eine gültige Verordnung über die Mietpreisbremse vonseiten des Bundeslandes gibt. Die Vorschrift hat sich jedoch als wenig wirkungsvoll erwiesen. Eine Reihe neuer Regelungen soll das nun ändern. Sie gelten auch für Mieterhöhungen aufgrund einer Modernisierung. Zudem müssen Vermieter Mietinteressenten umfangreicher informieren. Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), fasst die wichtigsten Änderungen zusammen und erklärt, was sie für Mieter und Vermieter bedeuten.

 

Welche neuen Rechte bringen die Neuregelungen für Mieter?

Die Mietpreisbremse hat unter anderem deshalb nicht den erhofften Erfolg, weil Mietinteressenten und Mieter oft gar nicht die nötigen Informationen haben, um sich zu wehren. Denn sie kennen meist weder die vorherige Miete noch wissen sie, ob der Vermieter irgendwelche gesetzlich zulässigen Gründe hat, die Grenzen der Mietpreisbremse zu überschreiten. „Daher sind Vermieter ab Januar dazu verpflichtet, Mietinteressenten vor Vertragsabschluss unaufgefordert die Höhe der alten Miete zu nennen und sie zu informieren, wenn sie eine Ausnahme von der Mietpreisbremse in Anspruch nehmen wollen“, erklärt Rassat. So dürfen Vermieter zum Beispiel die Höchstbeträge überschreiten, wenn bereits die Vormieter eine höhere Miete gezahlt haben. Ohne rechtzeitige Aufklärung der Mietinteressanten dürfen sie sich aber nicht auf die Ausnahme berufen. Oft genug kommen Mietern allerdings erst dann Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihrer Miete, wenn sie den Vertrag schon unterschrieben haben. Auch hier bringt die Reform Verbesserungen. „Für Mieter ist es ab dem neuen Jahr einfacher, gegen eine überhöhte Miete vorzugehen“, so die D.A.S. Expertin. „Sie können diese nun in Form einer einfachen Mitteilung rügen, ohne erklären zu müssen, warum die Miete zu hoch angesetzt ist. Die Rüge ist an den Vermieter zu richten. Ausreichend ist ein kurzes Schreiben, aus dem hervorgeht, dass der Mieter die Missachtung der Mietpreisbremse beanstandet.“ Ein Schreiben per E-Mail ist zwar erlaubt. Allerdings empfiehlt sich aus Beweisgründen ein Brief, versendet optimalerweise per Einschreiben. Überschreitet die Miete dann tatsächlich den gesetzlich zulässigen Betrag, haben die Mieter einen Anspruch auf Rückzahlung des zu viel gezahlten Teils.

 

Was ändert sich bei der Modernisierung von Wohnungen?

Bei Modernisierungsmaßnahmen konnten Vermieter bisher 11 Prozent der Kosten dauerhaft auf die Miete aufschlagen. Dieser Satz verringert sich nun auf acht Prozent. Die Regelung gilt bundesweit, allerdings zunächst nur für fünf Jahre. „Neu ist, dass es jetzt bei Mieterhöhungen nach Modernisierung eine Kappungsgrenze gibt“, erklärt die D.A.S. Expertin. „Das bedeutet: Die Miete darf innerhalb von sechs Jahren um nicht mehr als drei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche steigen.“ Beträgt die monatliche Miete vor der Mieterhöhung weniger als sieben Euro pro Quadratmeter, darf der Vermieter sie sogar nur um maximal zwei Euro je Quadratmeter erhöhen.

 

Wie will der Gesetzgeber das „Herausmodernisieren“ bekämpfen?

In der Vergangenheit kam es vor, dass Immobilienbesitzer Mieter mittels Ankündigung umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen zu einer Kündigung bewegen wollten. Dieses sogenannte „Herausmodernisieren“ ist künftig eine Ordnungswidrigkeit, bei der Vermietern ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro droht. Die Rechtsexpertin kommentiert: „Ein solches Herausmodernisieren kann zum Beispiel dann vorliegen, wenn sich die neue Miete gegenüber der alten mindestens verdoppelt. Der Vermieter kann sich von diesem Verdacht allerdings befreien, indem er andere Gründe für die Miethöhe vorlegt.“

 

Ab wann gilt das Gesetz?

Die neuen Regelungen haben den Bundesrat am 14. Dezember 2018 passiert. Nach der Unterschrift durch den Bundespräsidenten wurden sie am 21. Dezember 2018 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und treten am 1. Januar 2019 in Kraft. Die Änderungen finden sich im Mietrechtsteil des Bürgerlichen Gesetzbuches. (Mietrechtsanpassungsgesetz (MietAnpG)

Quelle: D.A.S

Ab 2030 ist jeder Dritte auf altersgerechte Wohnung angewiesen.

Es sind nur noch zwölf Jahre bis etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung 65 Jahre und älter sein wird. Der Wunsch im Alter: Noch möglichst autark in den eigenen vier Wänden leben. Dennoch werden auch in der Gesellschaft die meisten von den Auswirkungen des demografischen Wandels überraschend erfasst.

 

 Die Lebenserwartung der Menschen steigt, ein hundertjähriger Geburtstag ist heute keine Seltenheit mehr. Hieraus ergibt sich für die Immobilienwirtschaft der Auftrag, Häuser und Wohnungen so zu konzipieren, dass sie individualisierbar sind und sich auch im Nachhinein an verändernde Bedarfe in späteren Lebensphasen mit zunehmend gesundheitlichen Beeinträchtigungen anpassen können.

 

 Auf dem Seniorenimmobilientag in Köln diskutierten rund 60 Experten die Auswirkungen des demografischen Wandels und aktuelle Entwicklungen bei Wohnformen für die ältere Generation. „Dreh- und Angelpunkt für lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden ist das Bad“, konstatierte Rolf Schettler, Vorsitzender des Arbeitskreises „Wohnen im Alter“ des BFW-Landesverbandes NRW. Solange man hier Anpassungen vornehmen könne, die den Bewohner bei nachlassender Mobilität unterstützen und häusliche Pflege ermöglichen, sei der Umzug in ein Pflegeheim vermeidbar. Im Neubau steigern zudem Wasch- und Abstellräume auf der jeweiligen Wohnebene den Komfort. Ein speziell für junge Menschen mit Pflegebedarf konzipiertes Wohnhaus präsentierte Stefan Hettwer von der Hettwer-Gruppe. Wer in noch jungen Jahren durch einen Motorradunfall auf tägliche Pflegeunterstützung angewiesen sei, müsse sein Leben völlig neu ausrichten. Ohne die Hilfe von Angehörigen und finanziellen Rücklagen sei der Weg in ein Pflegeheim oft der einzige Weg. Für diese Zielgruppe errichtet Hettwer Häuser in Form von Wohngemeinschaften. Technische Neuheiten wie „Alexa“ und eine moderne Wohnraumausstattung stünden hier im Vordergrund, so der Referent.

 

 Dass neben altersgerechtem Neubau auch die Anpassung des Wohnungsbestands eine große Rolle spielt, zeigt der Erfolg des KFW-Programms „Altersgerechter Umbau“. Die Fördermittel wurden 2017 bereits von 57 Million auf 75 Million Euro erhöht. „Dennoch sind die Fördermittel bereits zur Jahreshälfte aufgebraucht“, stellte Joachim Seeger, Ministerialrat im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eindrücklich fest.

 Die Bereitstellung altersgerechter Wohnungen ist in doppelter Hinsicht notwendig: Zum einen gilt es, möglichst vielen Menschen ein selbstbestimmtes Altern in Würde in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und einen Umzug in eine Pflegeeinrichtung zu vermeiden. Zum anderen sind altersgerechte Wohnungen und die Kombination mit speziellen Wohnkonzepten auch volkswirtschaftlich von erheblicher Bedeutung: Nach einer Prognos-Studie aus dem Jahr 2013 beläuft sich das Einsparpotenzial bei Sozial- und Pflegekassen auf 3 Milliarden Euro im Jahr, wenn nur 15% der pflegebedürftig werdenden Personen häuslich betreut werden können und der Heimaufenthalt vermieden oder aufgeschoben wird.

 

 Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und dem BFW-Landesverband NRW organisiert.

Quelle: BFW

Novellierung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie: Funk-Messtechnik wird voraussichtlich Pflicht in Europa.

 

Noch in diesem Jahr soll die novellierte EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) verabschiedet werden. Die EU will ihre Mitgliedsstaaten dazu verpflichten, zusätzliche Energie-Einsparpotenziale zu nutzen. Unterjährige Verbrauchsinformationen sollen Hausbewohner beim Energiesparen unterstützen.

 

Die EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED), die seit 04.12.2012 gilt, wird derzeit auf europäischer Ebene reformiert. Noch läuft das Gesetzgebungsverfahren; verschiedene Vorstellungen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates müssen zusammengeführt und konsolidiert werden. Für die Verbrauchserfassung von Wärme, Kälte und Warmwasser sind die Paragraphen 9 bis 11 und der Anhang VII maßgeblich. Hier unterscheiden sich die jeweiligen Positionen nur in Details. Übereinstimmend sind folgende Kernaussagen, welche die Transparenz für Verbraucher erhöhen:

 

- Ab 2020 installierte Zähler und Kostenverteiler sollen fernablesbar sein, wenn dies technisch machbar, kosteneffizient durchführbar und im Hinblick auf die möglichen Energieeinsparungen verhältnismäßig ist.

- Bereits installierte, nicht fernablesbare Zähler und Kostenverteiler sollen bis 2027 mit dieser Funktion nachgerüstet oder durch fernablesbare Geräte ersetzt werden.

- Ab 2022 sollen Hausbewohner unterjährige Verbrauchsinformationen erhalten, vorausgesetzt, die erforderliche Messtechnik ist im Haus verfügbar.

 

Mehr Transparenz für Verbraucher.

Mit all diesen Regelungen will die EU zum einen eine aktivere Beteiligung des Immobiliensektors an der Energiewende, zum anderen Vorteile für die Verbraucher erreichen: Mit unterjährigen Verbrauchsinformationen können Hausbewohner viel besser nachvollziehen, wie sich ihr Verhalten auf die Energiekosten auswirkt. Sie können zeitnah reagieren und ihren Verbrauch sowie die Kosten senken.

„Die EU will die Transparenz und zugleich den Komfort für die Verbraucher erhöhen: Sie sollen regelmäßig über ihren aktuellen Verbrauch informiert werden, ohne dass jedes Mal ein Ableser die Wohnung betreten muss“, erklärt Ralf Moysig.

 

Auf Fernablesung einstellen.

Dem aktuellen Stand zufolge soll die EED-Novelle spätestens zum Herbst 2018 verabschiedet werden. Im Anschluss daran müssen die Mitgliedsländer der EU die europäische Richtlinie noch in ihr jeweiliges nationales Recht umsetzen, in Deutschland wahrscheinlich in Form der Heizkostenverordnung. Dabei kann es noch geringe Abweichungen geben. „Wohnungsunternehmen, Verwalter und Vermieter können aber bereits davon ausgehen, dass auf lange Sicht kein Weg an einer funkbasierten Fernablesung und Abrechnung des Wärme- und Wasserverbrauchs vorbeiführen wird. Eine Fernablesung ist für die Immobilienwirtschaft auch die technisch einzige Möglichkeit, unterjährige Verbrauchsinformationen mit nur geringen Investitionskosten bereitzustellen“, sagt der Minol-Geschäftsführer. Die erwarteten Gesetzesänderungen sind umso relevanter, als die Mess- und Erfassungsgeräte in Gebäuden für mehrere Jahre installiert werden: Kaltwasserzähler haben eine Eichfrist von sechs, Warmwasser- und Wärmezähler von fünf Jahren. Die Lebensdauer von Heizkostenverteilern hängt von der Batterielaufzeit ab und beträgt in der Regel zehn Jahre. Ein bevorstehender Austausch der Zähler oder Heizkostenverteiler ist ein guter Zeitpunkt, um auf ein fernablesbares Funksystem.

Quelle: Minol

Starkregen: Deutschland besser präparieren.

Deutschlands bisherige Regen-Bilanz im Juli: 131,2 Liter pro Quadratmeter in Offenbach, 154,7 in Hannover, 169,8 Liter in Berlin und sogar 180,7 Liter in Köln, gemessen vom Deutschen Wetterdienst. – Wassermassen, die Deutschland nicht will: Eine bessere Vorbereitung auf Starkregen hat die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ gefordert. Deutschland müsse sich besser präparieren – und das fange ganz unten an: beim Kanalsystem.

 

„Die Kanalisation ist ein drängendes Infrastrukturproblem. Rund 20 Prozent des Kanalsystems weisen mittlere bis starke Mängel auf. Es ist längst nicht mehr in der Lage, die immer häufiger und in immer größeren Mengen auftretenden Regenfälle – auch gerade wie jetzt im Sommer – zu schlucken. Die Folge: Immer wieder und immer öfter versinken Straßen und Keller im Hochwasser. Tiefgaragen werden in den Städten überflutet. Die Vorwarnzeiten sind bei Starkregen viel kürzer als beim Hochwasser von Flüssen. Leider sind dadurch auch immer wieder Menschenleben zu beklagen“, sagt Michael Hölker von der Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Der Klimawandel führe zu einem immer höheren Überflutungsrisiko. Deshalb müssten die Kanalsysteme gründlich inspiziert und deren Kapazitäten in weiten Teilen neu ausgelegt werden. Das Entwässerungssystem sei dringend zu optimieren. Ebenso sei ein integriertes Wassermanagement aus Hochwasserschutz und dem Management von Starkregenereignissen erforderlich, fordert die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“.

 

Die Initiative hatte das Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr München mit einer Untersuchung von Ursachen, Gefahren und Risiken von Sturzfluten beauftragt. Titel der Studie: „Urbane Sturzfluten“. Insgesamt mahnen die Wissenschaftler dabei ein bundesweit effizienteres Regenwassermanagement mit Rückhalt, Versickerung und Verdunstung an.

 

Die Vorsorge fange allerdings schon bei einzelnen Gebäuden an: So müssten beispielsweise Kellereingänge, Lichtschächte und Grundstücksentwässerungsanlagen auf mehr Schutz vor Starkregen ausgerichtet werden. Die Initiative „Verantwortung Wasser und Umwelt“ spricht sich zudem für eine bessere Vernetzung von Kommunen, Ländern und Bund beim Überflutungsschutz aus. Hierzu gehöre auch eine gründliche Analyse von Überflutungsgefährdungen mit einer aktiven Risiko-Kommunikation. Gerade in Siedlungsgebieten müsse es hierbei unbedingt eine ausreichende Anzahl von Niederschlagsmessstationen geben.

 

Die Initiative habe die drängenden Probleme bereits Ende letzten Jahres Fachpolitikern des Deutschen Bundestages ausgiebig geschildert und ihnen die Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der TU München zukommen lassen. „Passiert ist seitdem allerdings nichts. Dabei sehen wir die Verantwortung zu einem Großteil beim Bund. Er muss koordinieren, um alle betroffenen Regionen in Deutschland – mehr oder weniger – ‚starkregenfest‘ zu machen“, so Initiativen-Sprecher Michael Hölker, der auch Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) ist. Er fordert zudem, das Wasserhaushaltsgesetz dringend zu ergänzen: „Bislang hebt dies nur auf die Gefahren ab, die durch Hochwasser aus Gewässern entstehen. Die Gefahren, die von Starkregen ausgehen, fehlen im Wasserhaushaltsgesetz. Das muss der Bund dringend ändern“, fordert Hölker.

Quelle: Initiative Verantwortung Wasser und Umwelt

 

Link zur Studie „Urbane Sturzfluten – Hintergründe, Risiken und Vorsorgemaßnahmen“ der Universität der Bundeswehr München: www.bdb-fh.de/bdb/downloads/Studie_Niederschlagswasserbehandlung_19_05_2016.pdf

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